01/12/2014: Erster Preis und Beauftragung in Hamburg

Erweiterungs- und Ersatzneubau für die Gyula-Trebitsch-Schule

Wettbewerb 2014 – 1. Preis
Entwurf
Volkwin Marg und Jürgen Hillmer mit Robert Friedrichs
Mitarbeiter
Alessia Spezzano, Andrea Fattori, Valentina Milan
BGF
5.022m²
Bauherr
Freie und Hansestadt Hamburg – Finanzbehörde – SBH Schulbau Hamburg

Die Hamburger Gyula-Trebitsch-Schule wird vergrößert, und die Architekten von Gerkan, Marg und Partner (gmp) sollen den Erweiterungs- und Ersatzneubau nach ihren Plänen realisieren. Dies ergab nach einem gewonnen Wettbewerb das darauf folgende VOF-Verfahren. Das neue Gebäude der Stadtteilschule in Tonndorf mit gymnasialem Zweig wird Teil des bereits bestehenden Campus und dessen zukünftige Adresse. Es soll 17 Klassenzimmer, neun Fachräume und eine Mensa aufnehmen. Der geplante Baubeginn ist im Herbst 2015, die avisierte Fertigstellung im Frühjahr 2017.

Um die Bestandsvegetation weitgehend zu erhalten, wird der Neubau mäandrierend angelegt. Einerseits soll diese Gebäudefiguration nach Außen den Eingang rahmen und andererseits zum Campus hin einen weiteren Pausenhof bilden. Diese Form lässt die drei Hauptbereiche Klassentrakt, Fachraumtrakt und Pausenhalle/ Mensa mit unabhängigen Zugängen klar erkennen.

Das hellrote Verblendmauerwerk der Neubaufassade nimmt die Sprache der Vorgängerbauten, der benachbarten Neubauten am Sonnenweg sowie der sanierten Altbauten auf, die allesamt rote Ziegelelemente enthalten.

Ein spannungsvolles Wechselspiel von eleganten, umlaufenden Fensterbändern und großzügigen, zurückgesetzten und gerahmten Öffnungen im Erdgeschoss wird das mäandrierende Gebäude gliedern. Diese Öffnungen weisen den Weg zu den Eingängen, bieten aber auch Einblicke in die Foyers, die zur Aula erweiterbare Werkstatt für Darstellendes Spiel und Tanz, den Musiksaal und in die Pausenhalle/ Mensa. Eine umlaufende Bandfassade rhythmisiert die Figur. Durch unterschiedliche Farbigkeiten und Lichtstimmungen wird der kindgerechte Anspruch einer modernen Bildungsstätte betont.

In bewusstem Kontrast zu der strengen Geometrie des Neubaus werden sanft gestaltete Außenflächen vorgeschlagen. Der Pausenhof soll durch die neu eingefassten und als Sitzmöbel dienenden Baumgruppen gegliedert werden. Außerdem können auf den Pausenhöfen Spielgeräte und Rückzugsmöglichkeiten eingerichtet werden – die Freiräume sollen so flexibel und vielfältig wie möglich genutzt werden können. Ein neuer, großzügiger Eingangsplatz wird zudem genügend Fläche für eine Mensa-Außenterrasse und damit Raum für Schulfeste, Aufführungen und andere Veranstaltungen im Freien bieten.

Fotografen
gmp
www.gmp-architekten.de
scoopimages
www.scoopimages.de

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