04/02/2015: BDA Hamburg

Architektur Preis 2014

Die Projekte Campus Rainvilleterrasse und TU Hamburg-Harburg Schwarzenbergkaserne wurden im Rahmen des Hamburger BDA-Preises mit je einer Würdigung ausgezeichnet. Bereits zum achten Mal lobte der Berufsverband den Preis aus und zeichnete damit vorbildliche Bauten im Großraum der Freien und Hansestadt Hamburg aus.

«Die Ergebnisse des BDA Hamburg Architektur Preises beweisen, dass die überdurchschnittlich hohe Hamburger Architekturqualität auf drei Säulen ruht: hervorragenden Architekten, ambitionierten Bauherren und solider Ausführungsqualität!», so Volker Halbach, 1. Vorsitzender des Bundes Deutscher Architekten und Architektinnen BDA Hamburg, nach der Juryentscheidung.

Katalog
«BDA Hamburg Architektur Preis 2014 – Die Baujahre 2012–2014» im Buchhandel erhältlich.

Ausstellung
Die ausgezeichneten Projekte werden noch bis 27. Februar in den Räumen des BDA Hamburg zu sehen sein.

Mehr unter www.bda-architekturpreis.de

Campus Rainvilleterrasse, Hamburg-Altona, Germany
Das hoch über der Elbe gelegene Baudenkmal der historischen Seefahrtschule prägt seit Langem die Stadtansicht Hamburgs. Die Renovierung und schonende Modernisierung durch die gmp-Stiftung sowie ihr Nutzungskonzept hat das bestehende Gebäude bewahrt und macht es dem öffentlichen Kulturleben wieder zugänglich. Mit der Fertigstellung bezog die Academy for Architectural Culture (aac) Teile des sanierten Bestandsbaus.

Mit der aac, der Brand Academy und der Design Factory wurde der Campus Rainvilleterrasse seiner Bestimmung als Bildungseinrichtung wieder zugeführt und mit studentischem Leben erfüllt.

TU Hamburg-Harburg Schwarzenbergkaserne
Am Standort der ehemaligen Schwarzenbergkaserne entstand ein Bauwerk aus historischer und neuer Substanz. Das neue Hauptgebäude der TU Harburg bildet ein markantes Entree in den bestehenden Campus aus 14 Gebäuden. Darin sind das Präsidium, Hörsäle und Seminarräume sowie das rund um die Uhr geöffnete Studentische Lern- und Kommunikationszentrum untergebracht.

Der Bestandsbau von 1871 wurde entkernt und saniert, wobei die Altbausubstanz mit den statischen Bauteilen im Inneren weitgehend erhalten blieb. Größere Umbaumaßnahmen fanden im Mittelrisalit statt: Für ein repräsentatives Eingangsfoyer wurden der Hallenraum innen verbreitert und die Decken geöffnet, womit durch Lufträume in allen drei Geschossen Ein- und Ausblicke durch die ergänzten Eingangsportale in der Mittelachse geboten werden. Zwei Kuben erweitern den Flächenbestand und fügen sich in die Gebäudesubstanz ein. Der östliche Neubauabschnitt schließt eine aus dem Zweiten Weltkrieg resultierende bauliche Lücke und bindet den Ostflügel wieder in den Komplex ein.
Eine Besonderheit stellen die Fassaden dar. Am Altbau mussten lediglich die Fenster saniert und dreigeschossige Elemente auf der Nord- u. Südseite des Mittelbaus eingebaut werden, während das Mauerwerk der Außenfassaden nur kleiner Reparaturen bedurfte. Kontrastierend dazu gestaltet sich die gläserne Fassade der Neubauten: Vertikale Rohre und Drahtseile sind zwischen tiefe Stahlprofile gespannt und ergeben nach dem Morsealphabet den Schriftzug "Technische Universität Hamburg-Harburg".

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