23/03/2015: Kunsthalle Mannheim

Feierliche Grundsteinlegung

Internationaler Wettbewerb 2012 – 1. Preis
Entwurf Meinhard von Gerkan und Nikolaus
Goetze mit Volkmar Sievers
Projektleitung Wettbewerb Di Miao
Mitarbeiter Entwurf Ulrich Rösler, Mira Schmidt, Steffen Lepiorz, Liselotte Knall, Kai Siebke,
Frederik Heisel
Projektleiter Ausführung Liselotte Knall, Kerstin Steinfatt
Mitarbeiter Ausführung Ulrich Rösler, Raimund Kinski, Amra Sternberg, Viktoria Wagner, Hanna Diers, Anna Falkenbach, Michele Watenphul
Mitarbeiter 3D und Visualisierung Markus
Carlsen, Tom Schülke, Jens Schuster,
Christoph Pyka, Kenneth Wong
Tragwerksplanung schlaich bergermann
und partner
Lichtplanung a.g Licht GbR
Technische Gebäudeausrüstung Giesen -
Gillhoff - Loomans GbR
Fassadenberatung DS-Plan GmbH
Freiraumplanung Rainer Schmidt Landschaftsarchitekten

Anlässlich der Grundsteinlegung in Mannheim sprach gmp-Partner Nikolaus Goetze über die architektonische Herausforderung: „Nicht nur, dass Museums-Neubauten derzeit absolute Ausnahmen sind, für uns ist die Mannheimer Kunsthalle auch das erste Museum dieses Ausmaßes in Deutschland. Die Komplexität der Bauaufgabe, die Auseinandersetzung mit dem Ort und seiner Geschichte und die Beschäftigung mit ihrer Kunst sowie der intensive Dialog mit den Künstlern macht die Mannheimer Kunsthalle für uns zu einem der derzeit anspruchsvollsten Projekte überhaupt.

Die Architekten von Gerkan, Marg und Partner (gmp) sollen die neue Kunsthalle Mannheim bauen. Das entschied das Preisgericht der Kunsthalle am Montag, 3. Dezember 2012 in Mannheim. Nachdem bereits im Juli 2012 aus einem nicht offenen anonymen Wettbewerb drei erstplatzierte Architekturbüros hervorgegangen sind, sollten diese ihre Entwürfe überarbeiten. Neben gmp waren das die Büros Staab Architekten und Peter Pütz Architekten. Abgesehen von dem Verhandlungsverfahren begann im Oktober eine Ausstellung, in der die Bevölkerung sich ein Bild der drei Finalisten machen kann.
Die Architektur der von gmp geplanten Kunsthalle erzeugt sowohl nach außen als auch nach innen eine zeichenhafte Identität: Hier soll ein Ort mit großem Erinnerungswert sowie einer hohen funktionalen und urbanen Qualität entstehen. In Analogie zum schachbrettartigen Grundriss des Mannheimer Innenstadtplans gestaltet sich der Entwurf als Komposition mehrerer Kuben, deren Regelmäßigkeit jedoch durch eine versetzte Anordnung in Höhe und Breite sowie Ausweitungen mit Plätzen aufgebrochen wird. Den Besuchern offenbaren sich spannungsvolle Räume unterschiedlicher

Größen und verschiedene Lufträume. Dies erzeugt bei einem Rundgang variierende Ein- und Ausblicke. Mit dem Konzept der Lamellenfassade hebt sich der Entwurf konzeptionell, farblich und materiell deutlich von den Nachbarbauten ab. Die Intention ist, einen warmen Metallfarbton zu finden, der einerseits nicht das Rot des regionalen Sandsteins wiederholt und andererseits trotz seiner zeitlosen Materialität nicht kalt erscheint. Die schlichte Architektur mit ihrer transluzenten Fassadenhülle strahlt eine hohe Signifikanz aus.

Der nach dem Verhandlungsverfahren überarbeitete Entwurf hat vor allem zum Ergebnis, dass sich das Gebäudevolumen im Untergeschoss erheblich reduziert hat. Konkret haben die Planer die Anlieferungszone in das Erdgeschoss verlagert und konnten so große Verkehrsflächen einschließlich einer Rampe einsparen. Außerdem hat die vertiefte Planung der Technischen Gebäudeausrüstung einen geringeren Raumbedarf ergeben, sodass kein zweites Untergeschoss mehr nötig ist. Die Technikbereiche sind teilweise auf und in die Dachflächen integriert, das reduziert die Schachtflächen und Leitungslängen. Auch an vielen anderen Stellen der neuen Kunsthalle

Mannheim haben die Architekten Verbesserungen eingearbeitet. Insgesamt wird durch all diese Maßnahmen das Baukostenbudget eingehalten.

Fotografen
gmp
www.gmp-architekten.de

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