22/06/2015: Wettbewerbsgewinn und Beauftragung

Guangzhou Museum, China

Entwurf Meinhard von Gerkan und Stephan Schütz mit Stephan Rewolle
Projektleitung
Tobias Keyl
Mitarbeiter Wettbewerb
Li Zheng, Jing Chen, Yang Li, Dimitri Philippe, Sebastian Linnack, Jing Zhao, Mulyanto, Tianshuo Zhang, Dinah Borjans
Bauherr
Administration of Culture, Press, Publication, Radio and Television of Guangzhou Municipalities
BGF oberirdisch
49.727 m²
BGF unterirdisch
32.080 m²
BGF gesamt
81.807 m²

Die Architekten von Gerkan, Marg und Partner (gmp) erhielten den 1. Preis für ihren Wettbewerbsbeitrag zum Neubau des Stadtmuseums von Guangzhou. Zeitgleich gewannen Nieto Sobejano Arquitectos (Madrid/Berlin) den Wettbewerb für das benachbarte Wissenschaftsmuseum, welches zusammen mit dem neuen Kunstmuseum der Stadt, das von Thomas Herzog Architekten bereits seit einem Jahr geplant wird, das zentrale Kulturareal der drittgrößten Stadt Chinas bilden wird. Alle Kulturbauten arrondieren einen großflächigen Park- und Platzbereich, der südlich an den am Perlfluss gelegenen „Canton Tower“ angrenzt.

Der Entwurf für das Guangzhou Museum bezieht sich auf die historische „Chigang Pagode“, die nördlich des Gebäudes in Richtung Perlfluss liegt. Die Bedeutung des historischen Turmbauwerks respektierend wird die Höhe des Museums im Norden auf 18m limitiert und steigt allmählich in Richtung Süden auf 40m Gesamthöhe an. Auf diese Weise entsteht zur Pagode hin eine Dachterrasse, die öffentlich über außenliegende Treppenrampen zugänglich ist und die über die Museumsnutzung hinaus einen Blick auf die imposante Skyline der Stadt nördlich des Perlflusses bietet.

Das Ansteigen des Baukörpers ist auch im Innenraum des Museums erfahrbar, der durch eine zentrale Halle mit terrassierten Ebenen gekennzeichnet ist. Der aus dem städtebaulichen Kontext entwickelte Baukörper wird durch das Wechselspiel von linearen gläsernen Öffnungen, in denen sich der Eingangsbereich, diverse kommerzielle Einrichtungen sowie die Gastronomie befinden und opaken Volumina charakterisiert, die die Ausstellungsbereiche beherbergen. Der ruhige, lagernde Baukörper definiert den südwestlichen Abschluss des „Lingnan Platzes“, der als Bühne des öffentlichen Lebens der Stadt konzipiert ist.

An den Wettbewerben waren folgende
Büros beteiligt:


Guangzhou Museum

  • Beijing Institute of Architectural Design with Bjarke Ingels Group
  • Bernard Tschumi Architects
  • gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner
  • Guangzhou Hanhua Architects + Engineers
  • Lacaton & Vassal Architects
  • Miralles Tagliabue EMBT with CITIC arch Design
  • TFP Farrells, Wilcoter (Shanghai) Architecture and Planning Design.

Guangzhou Science Museum

  • Atelier FCJZ with Shenzhen A+E Design
  • Architecture Design and Research Institute of South China University of Technology – MAD Architects
  • MLA + B.V. with NorthernLight
  • Nieto Sobejano Arquitectos
  • Henn GmbH with Guangzhou Design Institute
  • Steven Holl Architects
  • China Architecture Design & Research Group + Nicolas Grimshaw and Buro Happold.


Fotografen
gmp
www.gmp-architekten.de

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