28/07/2015: Fertigstellung

Datencenter der China Life Insurance in Shanghai

Entwurf Meinhard von Gerkan und Nikolaus Goetze mit Magdalene Weiss
Projektleitung
Kong Buhong, Martin Hagel, Hao Yanli
Mitarbeiter Wettbewerb
Jan Blasko, Rebekka Brauer, Wang Qing
Mitarbeiter Ausführung
Jan Blasko, Rebekka Brauer, Cai Lei, Fang Min, Gao Shusan, Martin Hagel, Hao Yanli, Kong Buhong, Li Zhaoying, Florian Wiedey
Bauherr
China Life Insurance
BGF oberirdisch
79.000 m²
BGF unterirdisch
45.000 m²
BGF gesamt
124.000 m²

Nach sechs Jahren Planungs- und Bauzeit nimmt Chinas größtes Versicherungsunternehmen das von gmp entworfene Gebäude in Betrieb.

Die China Life Insurance Company, Chinas größtes Versicherungsunternehmen, hat ihr neues Datencenter in Shanghai-Pudong in Betrieb genommen. Nach einer mit sechs Jahren für China eher langen Planungs- und Bauzeit wurde der von gmp (von Gerkan, Marg und Partner Architekten) entworfene Komplex im Juni fertiggestellt. Auch die Innenraumgestaltung wurde weitgehend von gmp entwickelt. Ziel des Entwurfs war es, zwei wesentliche Aspekte, die mit einem großen Lebensversicherer assoziiert werden sollten, architektonisch zu vermitteln: auf der einen Seite das Themenfeld Vertrauenswürdigkeit, Sicherheit, Beständigkeit und Kundenorientierung, auf der anderen Seite der technologische Aspekt von Datenverarbeitung und modernster Technologie, also Zukunftsfähigkeit.

Die 80.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche umfassende Anlage gruppiert in drei Gebäudevolumen Büroflächen, Hotel- und Konferenzfunktionen um das Herzstück des Versicherungsgebäudes, das Datenzentrum. Die Funktionen werden in drei klaren rechtwinkligen Baukörpern organisiert und spannungsvoll zueinander angeordnet, so dass sich die Freiräume dazwischen als großzügige Eingangsbereiche und Innenhöfe definieren. Nach außen stellt sich das Ensemble als geschlossene Einheit durch eine Sockelbebauung dar, die teils mehrgeschossig, teils in Bänder aufgelöst ist und die Gebäude, die Eingangsplaza und Grünanlagen umrahmend verbindet. Während auf diese Weise Datensicherheit und -vertraulichkeit signalisiert wird, kreieren gezielte Öffnungen der Höfe in mehrere Himmelsrichtungen eine Atmosphäre der Einblicke, der Transparenz und der Kundenzugänglichkeit. Der technologischen Symbolik wiederum ist die Akzentuierung der gläsernen Gebäudehülle mit horizontalen, in Stufen verspringenden Bändern geschuldet: Sie lässt sich mit den charakteristischen Linien und Versprüngen auf den Platinen von Computerchips vergleichen. Es ist diese horizontal gegliederte, alle Baukörper und Freiräume einheitlich zusammenbindende Kastenfenster-Fassade aus weißen und transparenten Glasstreifen, die dem Ensemble seinen unverwechselbaren Charakter verleiht.

Fotografen
Christian Gahl
www.christiangahl.com
gmp
www.gmp-architekten.de

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