21/07/2015: Eröffung

Meinhard von Gerkan eröffnet „Architektur-Pavillon“ mit der Ausstellung „Aus freier Hand“

Entwurf Meinhard von Gerkan mit Volkmar Sievers
Projektleitung Kordula Noelle
Mitarbeiter Ausführung Fabian Färber, Alisa von Gerkan, Uli Rösler, Michèle Watenphul, Steffen Lepiorz,
Baumanagement Raimund Kinski, Philippa Kannengiesser, Annette Walczynski
Tragwerksplanung Wetzel & von Seht
Haustechnik RMN Ingenieure
Landschaftsarchitekten WES LandschaftsArchitektur
Bauherr Meinhard von Gerkan
BGF 670 m²














„Aus freier Hand“ Meinhard von Gerkan
50 Jahre Architektur in Zeichnungen
und Skizzen

Architektur-Pavillon an der Elbchaussee
Elbchaussee 139a
22763 Hamburg

Ausstellungsdauer 06.07.–29.10.2015
geöffnet jeden Donnerstag von 11.00–19.00 Uhr
und nach Vereinbarung unter ausstellung@gmp-architekten.de

Zur Ausstellung erscheint der gleichnamige Katalog
Herausgegeben von Michael Kuhn mit Texten von Gert Kähler
Jovis Verlag Berlin
ISBN 978-3-86859-376-1
78,00 Euro

Fotografie und Ausstellungsfilme
Hans-Georg Esch

Ausstellung anlässlich des 80. Geburtstags von gmp-Gründungspartner Meinhard von Gerkan / Skizzen und Zeichnungen aus fünf Jahrzehnten / „Architektur-Pavillon“ als Ausstellungs- und Veranstaltungsort

Am Sonntag, den 5. Juli 2015, wurde in Hamburg vor 300 Gästen die erste Ausstellung im neuen „Architektur-Pavillon“ am Elbhang zwischen Elbchaussee und Museumshafen Oevelgönne eröffnet. Bis zum 6. September gibt es jeden Donnerstag Zeichnungen aus der Feder Meinhard von Gerkans zu sehen, die unter dem Titel „Aus freier Hand – Meinhard von Gerkan – 50 Jahre Architektur in Zeichnungen und Skizzen“ gezeigt werden. Zusammen mit der Ausstellung wurde auch der Architektur-Pavillon selbst eröffnet, dessen Bauherr von Gerkan ist.

Die doppelte Eröffnung fällt in ein für gmp wichtiges Jahr: 2015 jährt sich die Gründung von gmp zum fünfzigsten Mal, während Gründungspartner Meinhard von Gerkan bereits im Januar seinen 80. Geburtstag feierte. So ist die Ausstellung „Aus freier Hand“ eine Rückschau auf die letzten fünf Jahrzehnte gmp-Architektur; in erster Linie ist sie aber eine Hommage an einen Architekten, der seine Entwürfe bis zum heutigen Tag anhand von Skizzen entwickelt. Sie ist außerdem als Plädoyer für die Fähigkeit von Architekten und Gestaltern gedacht, trotz der Allgegenwart digitaler Entwurfsanwendungen Ideen und konzeptionelle Gedanken mit der Hand aufs Papier zu bringen.

Kurator Michael Kuhn, Kommunikationsleiter von gmp, wählte zusammen mit Meinhard von Gerkan 125 Originale zu 39 Projekten aus – aus einem Archivbestand von weit über 3000 Blättern. Kuhn gibt auch den begleitenden Katalog heraus, zu dem der Architekturhistoriker und -publizist Gert Kähler die Texte beisteuerte. Ausgewählt wurden vor allem solche Skizzen, die exemplarisch für von Gerkans Fähigkeit stehen, bereits mit wenigen, doch aussagekräftigen Strichen aus freier Hand den Kern und Charakter auch sehr komplexer Projekte zu definieren. Zudem konzentriert sich die Ausstellung auf Entwürfe, die exemplarisch für die Arbeit, die Entwicklung und die Meilensteine des Büros stehen. So fehlen erste Zeichnungen zum Entwurf des Flughafens Berlin-Tegel – dem Projekt, mit dem die Bürogeschichte begann – ebenso wenig wie jene zum Hauptbahnhof Berlin.

Gezeigt werden die Skizzen auf drei Ebenen im neuen, von Meinhard von Gerkan entworfenen „Architektur-Pavillon“. Das Gebäude ist ebenso spektakulär wie seine Lage am Elbhang unterhalb des gmp-Stammsitzes an der Elbchaussee 139 und oberhalb des Museumshafens Oevelgönne. Zugänglich ist der Pavillon über den Fußgängerweg „Övelgönner Mühlenweg“, der von der Elbchaussee bis an das Elbufer hinunterführt. Der kompakte Bau wendet sich nach Norden, wo unter Ausnutzung der Geländetopografie ein terrassierter Garten angelegt wurde, weitestgehend geschlossen gegen den Hang, um sich aber nach Süden Richtung Elbe mit großen, raumhohen Fenstern und ausladenden Terrassen aufzufächern. Alle drei Geschosse werden über einen Eingangsbereich im Erdgeschoss erschlossen, doch lassen getrennte Treppenanlagen, die ins Unter- bzw. Obergeschoss führen, die Trennung von verschiedenen Nutzungen zu.

Alle Nutzungen stehen allerdings im Dienst der Architektur, ihrer Präsentation und Vermittlung. Der große Raum im Untergeschoss wird die Sammlung der Architekturmodelle aufnehmen, die im Laufe der Jahrzehnte für und bei gmp entstanden ist, und sie als Dauerausstellung für die Öffentlichkeit zugänglich machen. Die beiden Einheiten darüber sind multifunktional konzipiert: In ihnen werden wechselnde Ausstellungen, Veranstaltungen und Workshops stattfinden. Im Obergeschoss befinden sich außerdem Arbeitsräume, die auch zur Unterbringung von Gästen dienen können.

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