18/09/2015: Fertigstellung

Städtisches Ensemble für die SOHO China Group in Peking

Entwurf Meinhard von Gerkan und Stephan Schütz mit Stephan Rewolle
Projektleitung
Daniela Franz, Eileen Dong, Wang Nian, Su Jun
Mitarbeiter
Anna Bulanda, Margret Domko, Gerardo Garcia, Soeren Gruenert, Matthias Gruenewald, Li Shanke, Li Zheng, Liu Xiao, Xing Jiuzhou, Zhou Bin, Sun Ziqiang, Zhao Xu
Bauherr
SOHO China
BGF
103.000m²
Bauzeit
2009-2015

Städtisches Ensemble für die SOHO China Group in Peking fertiggestellt
Fünf Bauten generieren einen fließenden urbanen Raum

Im Central Business District in Peking ist das von Gerkan, Marg und Partner Architekten (gmp) entworfene städtische Ensemble „Guanghualu SOHO 2“ für die SOHO China Group fertiggestellt worden. Das Grundstück an der Guanghua Lu befindet sich in einem der prominenten Stadtbezirke im östlichen Zentrum Pekings und besteht aus fünf Bauten mit einer geschwungenen Gebäudeform. Die Fläche verteilt sich auf 84.000 Quadratmeter Bürofläche und 19.000 Quadratmeter für temporär mietbare Büroeinheiten.

Im Gegensatz zu den in Peking üblicherweise großdimensionierten Straßenzügen wird die verhältnismäßig enge Guanghua Lu von städtischen Blocks gefasst und generiert so eine lebhafte Urbanität. Der Entwurf für die SOHO China Group nimmt diesen Charakter nicht nur auf, sondern stärkt ihn durch zahlreiche räumliche Bezüge und Verbindungen mit dem städtischen Umfeld.

Dafür sorgt vor allem ein Netzwerk von unterschiedlich breiten Durch- und Übergängen zwischen den Gebäuden. Dieses Wegesystem durchläuft den 214 x 77 Meter großen Komplex und verbindet die umgebenden Straßenräume miteinander. Auf diese Weise werden Rückseiten vermieden und attraktive Sichtbeziehungen untereinander sowie in die Stadtlandschaft erzeugt.

Der dynamische Schwung der fünf Bauten setzt sich in ihren charakteristischen Dachschrägen fort, die sich aus den lokalen Verschattungsrichtlinien ergeben und die Gebäude gestalterisch vereinen. So entsteht mit den Dachflächen eine „fünfte Fassade“ mit eingeschnittenen Terrassen und Lichthöfen.

Durch brückenartige Verbindungen in den oberen Geschossen der einzelnen Häuser wird die Flexibilität der Gebäude erhöht, und es werden Außenflächen für Dachgärten mit Blick auf die Stadt geschaffen.

Das gekurvte Wegesystem bestimmt auch das Innere des Gebäudekomplexes. Der Besucher befindet sich in einem fließenden Raum, der als architektonische Landschaft konzipiert ist. Die drei unteren Ebenen des Gebäudes sind um zwei große, Orientierung und Licht spendende Lufträume organisiert.

Vertikale Lamellen an den Glasfassaden dienen der Steuerung des Lichteinfalls und schaffen eine filigrane elegante Fassade, deren Transparenz in sanften Wellen changiert. Die dadurch entstehende Assoziation eines sich leicht bewegenden Vorhangs verleiht dem Ensemble zusätzliche Leichtigkeit.

Fotografen
Christian Gahl
www.christiangahl.com

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