28/10/2015: Grundsteinlegung für das Deutsche Haus in Ho-Chi-Minh-Stadt

Umweltfreundliches Hochhaus von gmp in Vietnam

Entwurf Meinhard von Gerkan mit Nikolaus Goetze und Volkmar Sievers
Projektleitung
Kordula Noelle
Mitarbeiter Wettbewerb
Ines Arkenbergova, Elena Cubillo, Sandra Kroll, Martin Majewski, Patrick Tetzlaff, Isabel Vollmer, Arved Knauer, Fabian Färber
Mitarbeiter Ausführung
Frederik Heisel, Elena Cubillo, Steffen Lepiorz, Gabi Nunnemann, Julia Franzke, Michèle Watenphul, Tran Cong Duc (Hanoi), Nguyen Tien Hong Duong (Hanoi), Eva Staack, Stella Tran
Bauherr
Deutsches Haus Vietnam Invest Ltd.
BGF oberirdisch
38.940,00 m²
BGF unterirdisch
13.764,00 m²
BGF gesamt
52.704,00 m²

Am Samstag, den 24. Oktober 2015, wurde die feierliche Grundsteinlegung für das „Deutsche Haus“ in Ho-Chi-Minh-Stadt gefeiert. Das Gebäude wird nach den Plänen der Architekten von Gerkan, Marg und Partner im District 1 errichtet. Es soll als Aushängeschild der Bundesrepublik Deutschland zukünftig das Deutsche Generalkonsulat mit zugehöriger Visastelle, Wirtschaftsverbände, Kulturorganisationen sowie Repräsentanzen deutscher Firmen an einem Standort bündeln. Eine Architektur, die wirtschaftliche Bauweise, effiziente Gebäudetechnik und einen hohen Nachhaltigkeitsanspruch vereint, repräsentiert die Leistungsfähigkeit der Bundesrepublik Deutschland in Vietnam.

Dem offiziellen Festakt der Grundsteinlegung für das von gmp Architekten geplante Deutsche Haus in Ho-Chi-Minh-Stadt wohnten u. a. bei H.E. Vu Huy Hoang, vietnamesischen Minister für Industrie und Handel und Präsident der Deutsch-Vietnamesischen Freundschaftsgesellschaft, der Leiter der Vertretung der Deutschen Botschaft Hans-Jörg Brunner sowie die Investoren und Vertreter des deutschen Architekturbüros. Nachdem von Gerkan, Marg und Partner Architekten erfolgreich aus einem Vergabeverfahren des Auswärtigen Amtes mit den Investoren hervorgegangen waren und 2013 den Zuschlag für das Projekt erhalten hatten, konnte bereits Ende November 2014 mit den Bauarbeiten für die Untergeschosse begonnen werden. Die Fertigstellung des Hochhauses ist für Sommer 2017 geplant.

Die über 200 deutschen Unternehmen in Ho-Chi-Minh-Stadt belegen die wirtschaftliche Zusammenarbeit beider Länder und damit auch die Notwendigkeit einer gemeinsamen Repräsentanz. Das Gebäude soll auf seinen 25 Ebenen neben dem deutschen Generalkonsulat mit zugehöriger Residenz u. a. auch Flächen für das Goethe-Institut beherbergen. Hinzu kommen Büroflächen für die Deutsche Außenhandelskammer in Vietnam sowie Mietbüros für deutsche Firmen und Organisationen und ein Restaurantbereich mit großzügiger Panoramaterrasse. In den beiden obersten Geschossen entstehen repräsentative Wohnungen.

Der 3.500 m2 große Bauplatz liegt an einer der renommiertesten Achsen der Stadt zwischen den beiden Verkehrsadern Le Duan und Le Van Huu, inmitten des hoch verdichteten und baulich heterogenen District 1, der von öffentlichen Kulturbauten, Konsulaten und zahlreichen Grünflächen geprägt ist. Das Gebäude ist in seiner Höhe von 75 Metern entlang der Straßenseite auf bis zu 110 m im hinteren Grundstücksteil gestaffelt und verfügt oberirdisch über eine Bruttogeschossfläche von circa 39.000 m2.

Das architektonische Konzept geht auf den Anspruch zurück, Deutschland und dessen führende Rolle als Industrie- und Technologienation zum Ausdruck zu bringen. Transparenz und Strukturiertheit, eine wirtschaftliche Bauweise und Energieeffizienz sind dabei Schlüsselmotive einer zukunftsweisenden Architektur „Made in Germany“. Die Glasfassade signalisiert Offenheit gegenüber dem städtebaulichen Umfeld. Die beiden unterschiedlich hohen und ineinander verschränkten Gebäudeteile sind durch „Glasfugen“ miteinander verbunden. Eine Arkade öffnet das Hochhaus in der Erdgeschosszone zu den beiden Straßenfronten und verbindet die Eingangsbereiche mit den unterschiedlichen Foyers und Nutzungsbereichen.
Im Sinne eines umweltfreundlichen Hochhauses, welches die aktuellen Gebäudestandards der deutschen Niedrigenergieprinzipien im tropischen Klima Südvietnams erreicht, wurde besonderes Augenmerk auf eine nachhaltige Gebäudetechnik gerichtet. Erstmals in Vietnam wird eine eigens für das Gebäude entwickelte gläserne Doppelfassade realisiert. Ein vor der Isolierglasebene befindlicher Sonnenschutz im Fassadenzwischenraum reduziert die tropische Wärmebelastung der Räume und senkt so den Energieverbrauch für die Klimatisierung.

Der unter nachhaltigen Kriterien geplante Entwurf berücksichtigt die Zertifizierungsanforderungen für LEED Gold und bildet die Grundlage für das erste DGNB-zertifizierte Gebäude Vietnams. Er war bereits im August dieses Jahres zweifach mit dem „Vietnam Property Award“ prämiert worden, für die „beste kommerzielle Entwicklung“ und für die „beste grüne Entwicklung“.

Fotografen
gmp
www.gmp-architekten.de

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