25/11/2015: Wettbewerbsgewinn und Beauftragung

Neue Firmenzentrale für den Energiekonzern CNPEC in Shenzhen, China

Entwurf Meinhard von Gerkan und Stephan Schütz mit Stephan Rewolle
Projektleiter Wettbewerb Marco Assandri,
Su Jun
Projektleiter Ausführung Jiang Lin Lin,
Marco Assandri
Mitarbeiter Jan Peter Deml, Han Yue, Maarten Harms, Huang Han, Li Zheng, Liu Xiao, Mulyanto, Burkhard, Pick, Qin Wei, Wei Zhilin, Xu Ji, Yuan Tao, Thilo Zehme, Zhang Yingying, Zhou Wei, Chen Junkun, Xu Yimin, Zhou Yuan
Partnerbüro SADI
Bauherr CNPEC Co., Ltd.
BGF 327.963 m2

Nach den Plänen von gmp · Architekten von Gerkan, Marg und Partner entsteht in Shenzhen ein neuer Hauptsitz des dort beheimateten Stromkonzerns CNPEC für insgesamt 4000 Mitarbeiter. Für den Neubau im Stadtbezirk Longgang, im Osten der südchinesischen Metropole, hatte das Unternehmen prominente Architekten wie OMA (Rotterdam), KPF (New York), Henn Architekten (München) und weitere internationale Büros zu einem Wettbewerb eingeladen, den gmp für sich entscheiden konnte.

Der Entwurf für das Grundstück, das einen Baublock innerhalb des streng orthogonalen Straßenrasters im Baolong Industrial Park umfasst, wird aus drei Hochhäusern und einem sockelartigen Podium gebildet, das sich um einen zentral angeordneten Garten legt. Diese mit Palmen und Bambus bepflanzte, auf zwei Ebenen erlebbare Gartenlandschaft stellt das räumliche und atmosphärische Kernstück des Entwurfs dar und ist als Quartiersdurchwegung öffentlich zugänglich. Zwischen den Foyerbereichen der Hochhäuser führen breite Treppenanlagen auf das Gartenplateau, unter dem dienende Funktionen und sämtliche Erschließungen angeordnet sind, u.a. eine große Busstation für die Anfahrt der Mitarbeiter des Unternehmens. Oberhalb des Podiums bindet ein dreigeschossiger ringförmiger Baukörper die Hochaustürme zusammen. Er nimmt mit Kantine und Konferenzbereich die gemeinschaftlich genutzten Funktionen auf und bildet räumlich zugleich eine kolonnadenartige Einfassung des inneren Grünbereichs. Mit den als Gärten gestalteten Dachzonen erscheint der gesamte Sockelbereich, insbesondere von den Büro- und Laborbereichen in den Hochhäusern, als räumlich vielfältige terrassierte urbane Landschaft.

Innerhalb des Baublocks sind die drei unterschiedlich hohen Turmbauten so positioniert, dass zum einen freie Ausblicke von allen Arbeitsplätzen ermöglicht werden, und sie zum anderen in der Fernwirkung eine markante und unverwechselbare Silhouette bilden. Die Fassaden sind in ihrer vertikalen Gliederung durch den Rhythmus von Tragstruktur und Lüftungselementen bestimmt, die der natürlichen Belüftung dienen. Horizontal sind je zwei Geschosse optisch zusammengefasst, so dass insgesamt eine maßstäbliche und plastische Struktur entsteht, die dem Ensemble eine charaktervolle Identität verleiht.

Eine Besonderheit stellen die über vier Geschosse organisierten, auf unterschiedlichen Höhen eingefügten „Skygardens“ dar. Mit ihnen werden die im Hochhaus gebäudetechnisch notwendigen Zwischengeschosse zu räumlich besonders inszenierten Erholungszonen und Begegnungsräumen. Hier befinden sich kleinere Kantinen, Sportbereiche, Bibliotheken und Lounges als weitere gemeinschaftliche Einrichtungen für die Mitarbeiter. Auf diese Weise wird die ganz besonders auf die Bedürfnisse und das Wohlbefinden der Angestellten basierende Firmenphilosophie architektonisch umgesetzt.

Fotografen
gmp
www.gmp-architekten.de

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