27/01/2016: gmp Architekten und Ferrari Architectes gewinnen Wettbewerb

Erweiterung und Umbau des Hôpital du Valais in Sion/Sitten, Schweiz

Entwurf Volkwin Marg und Christian Hoffmann
Projektleitung Stefan Walter, Marek Nowak
Mitarbeiter Philipp Schaefer
In Arbeitsgemeinschaft mit Ferrari Architectes
Bauherr Hôpital du Valais
BGF Neubau 33.000 m²
BGF Umbau Bestand 12.000 m²

Der 1. Preis im Wettbewerb für die Erweiterung und den Umbau des Schweizer Hôpital du Valais in Sion geht an gmp Architekten und Ferrari Architectes. Der Erweiterungsbau ergänzt den Gebäudebestand mit gebührendem Abstand. Grünräume und eine ringförmige Erschließung vereinen Alt- und Neubau zu einem zusammenhängenden lichtdurchfluteten Ensemble mit kurzen Wegen.

Die Aachener Architekten von Gerkan, Marg und Partner konnten sich zusammen mit dem Schweizer Architekturbüro Ferrari Architectes in dem internationalen Wettbewerbsverfahren für die Erweiterung und den Umbau des Hôpital du Valais mit ihrem rational strukturierten Entwurf durchsetzen.

Das bestehende Spital – als klassische Krankenhaustypologie mit Sockel und Hochhaus in den 1970er Jahren errichtet – soll umgebaut und durch einen 33.000 m² großen Neubau erweitert werden. Während der Bestandsbau zukünftig die Pflegebereiche und die administrativen Funktionen beherbergt, werden sämtliche Untersuchungs- und Behandlungsbereiche, wie Notaufnahme, Radiologie, Operationsabteilung, Polikliniken usw. in dem neuen Funktionsbau untergebracht.

Wie ein Puzzlestück fügt sich der Neubau in das bestehende Klinikensemble ein: Der neue, L-förmige Gebäudekomplex flankiert im Südwesten die Anlage mit gebührendem Abstand und passt sich in seiner Höhe an den bestehenden dreigeschossigen Sockelbau an. So bleibt das Bettenhochhaus auch weiterhin der Identifikationspunkt des Spitals. Das System des modular aufgebauten Funktionsbaus ist strukturell logisch nach Norden und Osten hin erweiterbar.

Zwischen Neu- und Altbau entsteht ein begrünter Patio. Eine neue ringförmige Erschließung mit der Magistrale als Rückgrat des Neubaus und dem Foyer am Haupteingang im Norden vereint die beiden Gebäudeteile. Sie verläuft teilweise entlang des innenliegenden Gartens, der aus unterschiedlichen Perspektiven einsehbar, zum zentralen Orientierungs- und Erholungsort des Komplexes wird. Eine diagonale Grünachse verbindet das nördliche Areal mit der Reha-Klinik und dem Parkhaus durch das Foyer hindurch über den zentralen Innenhof mit dem Park im Südosten.
Dank der geometrisch klaren Anordnung des Neubaus zum Bestand entsteht eine Architektur kurzer Wege, intuitiver Orientierbarkeit und vielfältiger Sichtbezüge – nicht nur zur unmittelbaren Parklandschaft des Campus, sondern auch zum Alpenpanorama des Rhône-Tals. Mit einfachen Mitteln wird so eine entspannte und erholsame Atmosphäre geschaffen, welche sowohl zur Genesung der Patienten beiträgt, als auch für eine inspirierende Umgebung für die Mitarbeiter sorgt.

Fotografen
gmp
www.gmp-architekten.de

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