02/09/2016: Fertigstellung Büropark AVIC International Aviation Industry City

gmp realisiert Bürokomplex in Yizhuang New City, Peking, China

Entwurf Meinhard von Gerkan und Stephan Schütz mit Stephan Rewolle
Projektleitung Tobias Keyl mit Zhang Xiaoguang (Ausführung)
Mitarbeiter Wettbewerb Li Ling, Liu Yixiao, Thilo Zheme, Peter Jänichen, Stefan Hornscheidt, Katina Roloff, Jiang Linlin, Xie Bei, Xing Teng, Xu Zhehua, Zhang Xiaoguang
Mitarbeiter Ausführung Li Ling, Zhao Qinchang, Yulia Gandasari
Bauherr AVIC Real Estate Beijing Company
BGF 145.910 m2

Die AVIC International Aviation Industry City – Bauherr ist der gleichnamige chinesische Luftfahrtkonzern – liegt infrastrukturell gut erschlossen im Zentrum von Yizhuang an der Rong Hua Nan Road und besteht zum größten Teil aus Büroflächen sowie ergänzenden kommerziellen Nutzungen. Die Umgebung ist städtebaulich durch große Industrie-, Büro- und Hotelbauten verschiedenster Typologie sowie offene Parkflächen charakterisiert. Da das Bauvolumen nur partiell vom Auftraggeber selbst genutzt wird, ist eine flexible Aufteilung der Bürobereiche für Unternehmen unterschiedlicher Größe gefordert, vom kleinen Start-up bis zum größeren Konzern.

Mit diesem Programm ist der neue Büropark innerhalb des städtebaulichen Patchworks als ein Ensemble von zehn Baukörpern konzipiert, die sich entlang der nördlichen und südlichen Grenze des lang gestreckten

Baufeldes aufreihen und in ihrer Mitte einen eigenen urbanen Grünraum definieren. Diese innere Grünachse bildet das konzeptionelle Kernstück des Entwurfes und wird zum Ort der Begegnung.

Ein 80 Meter hoher Büroturm bildet im Osten den baulichen Auftakt des Areals. Zusammen mit dem dreigeschossigen Atriumgebäude formt er einen einladenden Vorplatz und markiert den Eingang zum Büropark. Die weiteren Gebäude sind entweder durch filigrane Kolonnaden oder einen gemeinsamen Erdgeschosssockel mit Räumen für Kantinen, Konferenzbereiche oder Einzelhandel verbunden. Im Karree bilden sie zugleich räumliche Aufweitungen der inneren Grünachse, die dem Ensemble einen parkähnlichen Charakter verleihen. Mit ihren kompakten Kernen erlauben die Grundrisse Bürozonen unterschiedlichster Größe und Typologie.

Die Erschließung der Gebäude von den Straßenseiten im Norden und Süden sowie vom Innenhof bietet darüber hinaus die Option, mehreren Nutzern eigene Lobbybereiche zuzuordnen. In der Fassade wechseln geschosshohe Verglasungen mit paarweise angeordneten vertikalen Lamellen, zwischen denen Lüftungsflügel angeordnet sind, die eine natürliche Belüftung ermöglichen. Je zwei Geschosse – bzw. drei im Attikageschoss, sind durch die bandartig akzentuierten Geschossdecken optisch zusammengefasst. Bei Nacht werden diese gliedernden horizontalen Elemente in der Fassade eindrucksvoll illuminiert. Dieses Gestaltungsdetail wird auch in der Möblierung der Außenanlagen als LED-Streifen fortgeführt und damit die Konturen des Büroparks akzentuiert.

Fotografen
Christian Gahl
www.christiangahl.com
gmp Architekten
www.gmp-architekten.de

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