03/11/2016: Richtfest Deutsches Haus in Ho-Chi-Minh-Stadt

Offenheit, Struktur und ein hoher Anspruch an Nachhaltigkeit

Entwurf Meinhard von Gerkan mit Nikolaus Goetze und Volkmar Sievers
Projektleitung Kordula Noelle
Mitarbeiter Wettbewerb Ines Arkenbergova, Elena Cubillo, Sandra Kroll, Martin Majewski, Patrick Tetzlaff, Isabel Vollmer, Arved Knauer, Fabian Faerber
Mitarbeiter Ausführung Frederik Heisel, Elena Cubillo, Gabi Nunnemann, Julia Franzke, Steffen Lepiorz, Eva Staack, Michèle Watenphul, Alexander Schnieber, Tran Cong Duc (Hanoi), Nguyen Tien Hong Duong (Hanoi)
DGNB-Auditor Urs Wedekind
Projektsteuerung / Bauleitung Mace Vietnam Co. Ltd.
Tragwerksplanung WSP Vietnam
Technische Gebäudeausrüstung WSP Vietnam
Brandschutz HPP Berlin; Duc Phuong HCMC
Raumakustik / Schallschutz Aurecon Australia
Fassadenberatung Drees & Sommer
Lichtplanung ASA Lighting Design Studios
Bauherr Deutsches Haus Vietnam Invest Ltd.
BGF 38.940 m2 (oberirdisch); 13.764 m2 (unterirdisch)

In einem offiziellen Akt ist am 1. November das Richtfest für das Deutsche Haus in Ho-Chi-Minh-Stadt in Vietnam begangen worden. Seine künftige Funktion als Repräsentanz der Bundesrepublik Deutschland in Ho-Chi-Minh-Stadt reflektiert das Bürohochhaus durch klares architektonisches Vokabular, bei dem Transparenz und Struktur im Fokus stehen. Der LEED- und DGNB-zertifizierte Bürobau wird nach dem Entwurf der Architekten von Gerkan, Marg und Partner (gmp) realisiert. Das Büro war bei einem internationalen Wettbewerb in 2013 mit dem ersten Platz ausgezeichnet worden. Ende November 2014 war mit dem Bau der Untergeschosse begonnen worden. Das Hochhaus wird im Juli 2017 fertiggestellt werden.

Zahlreiche hochrangige Besucher haben dem Richtfest am 1. November beigewohnt: Auf ihrer Delegationsreise besuchten Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier und gmp-Gründungspartner Meinhard von Gerkan den offiziellen Akt.

Bereits die Glasfassade des Neubaus offenbart eine Ästhetik, an der die gesamte Programmatik des Neubaus ablesbar ist. Das äußere Gewand der künftigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland in Ho-Chi-Minh-Stadt artikuliert somit bereits auf den ersten Blick deren Rolle als Industrie- und Technologienation. Des Weiteren gilt das Deutsche Haus mit Blick auf seine nachhaltige Gebäudetechnik als umweltfreundliches Hochhaus: Als erstes vietnamesische Gebäude werden die Auszeichnungen DGNB-Silber und die Zertifizierung LEED Gold angestrebt. Bereits im August 2015 wurde es zudem zweifach (beste kommerzielle Entwicklung, beste grüne Entwicklung) mit dem Vietnam Property Award prämiert.

Gelegen an einer der Hauptachsen der Stadt, zwischen den Verkehrsadern Le Van Huu und Le Duan im stark verdichteten Distrikt 1, beherbergt das neue Gebäude mit einer Bruttogeschossfläche von rund 39.000 Quadratmetern u.a. das deutsche Generalkonsulat. Weiterhin bietet der 25-geschossige Bau Raum für Büros der deutschen Außenhandelskammer, der German Business Association sowie flexibel organisierbare Mietflächen für deutsche Firmen und Organisationen. Zwei Baukörper bilden ein Ensemble: Der hintere Gebäudeteil überragt mit einer Höhe von 110 Metern den an der Straße gelegenen Kubus zur Straße. 75 Meter ist dieser hoch und verfügt auf dem Dach über eine großzügige Terrasse des Restaurantbereichs. Strukturell sind beide Gebäudeteile ineinander verschränkt. Vollflächige Verglasung dient dabei als visuelle Fuge. Ebenso versteht sich die raumhohe Glasfassade im Erdgeschoss, die sich als Arkade zur Straße öffnet, als Symbol für Transparenz. Die hinterlüftete Doppelfassade ist eigens für das Gebäude entwickelt und findet in Vietnam erstmals Anwendung. Dabei reguliert ein im Zwischenraum integrierter Sonnenschutz die Wärmebelastung des Innenraums und trägt der Energieeffizienz des Gebäudes Rechnung. So können im tropischen Klima aktuelle Niedrigenergiestandards erreicht werden.

Fotografen
gmp Architekten
www.gmp-architekten.de
TOCHIM-VN

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