10/05/2017: aac-Entwürfe für ein Evolutioneum

Eine Sonderausstellung im Zoologischen Museum Hamburg

aac-Team Annika Göttle, Christine Graff,
Enno Maass, Anja Meding
Workshopleitung des Evolutioneum Meinhard von Gerkan und Nikolaus Goetze
Ausstellungsgestaltung und Projektleitung Heidi Knaut, Amran Salleh
Grafische Gestaltung ON Grafik, Hamburg: Tom Wibberenz mit Hendrik Sichler und Felix Heining

Ausstellungszeitraum

28.04. – 27.08.2017

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag 9-17 Uhr,
montags und an Feiertagen geschlossen,
freier Eintritt

Ort

Martin-Luther-King-Platz 3, 20146 Hamburg,
Zugang über Bundesstraße 52

Wie könnte ein Naturkundemuseum des 21. Jahrhunderts aussehen? Die Sonderausstellung der Academy for Architectural Culture (aac) im Zoologischen Museum Hamburg gibt darauf Antworten. Stipendiaten der aac haben sich im Rahmen des Workshops „Evolutioneum“ in zwei Teilen mit dem Thema architektonisch auseinandergesetzt und präsentieren ihre Entwürfe im Zoologischen Museum Hamburg bis zum 27. August. Dabei handelt es sich um ein Museumskonzept, das sowohl eine Brücke zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit schlägt, als auch Raum für naturwissenschaftliche Sammlungen und Ausstellungen bietet.

Mit der Eröffnung des neuen Foyers im Zoologischen Museum Hamburg präsentierte das Centrum für Naturkunde (CeNak) am 27. April einen neuen Ausstellungsbereich mit zeitgemäßem Ausstellungskonzept. Im Rahmen dessen zeigt die Academy for Architectural Culture (aac) dort Entwürfe für ein Evolutioneum. Hinter dem Begriff verbirgt sich die Idee, das Naturhistorische Museum in Hamburg wiederzubeleben, welches 1943 während des Zweiten Weltkriegs zerstört wurde. Stipendiaten der aac haben sich innerhalb des Workshops einerseits mit der Konzeption eines Neubaus, andererseits mit der Umnutzung eines Bestandsbaus beschäftigt.

Bei der Vernissage sprachen sich wichtige Vertreter der Institution, wie der Präsident der Universität Hamburg Prof. Dr. Dieter Lenzen sowie Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank und CeNak-Direktor Prof. Dr. Matthias Glaubrecht für die Planung und Umsetzung eines Evolutioneums aus. Der Wunsch nach einem Naturkundemuseum des 21. Jahrhundert in Hamburg ist stark, daher soll 2019 das 100-jährige Jubiläum der Universität einen Meilenstein in diese Richtung setzen. Der aac Geschäftsführer Enno N. Maass erläuterte bei dieser Gelegenheit, wie sich die aac-Workshopteilnehmer diese Vision vorgestellt haben.

In einem Evolutioneum verschmelzen unter anderem zwei Gegensätze: hochmoderne Forschung und die Pflege der historischen Sammlung. Die Ausstellung der aac greift diesen Gedanken auf, indem Ausstellungsinhalte sowohl analog als auch digital präsentiert werden. Beide Bereiche sind durch anschauliche Architekturmodelle der Entwürfe für einen Neubauräumlich voneinander getrennt, dennoch gemeinsam erfahrbar. An fünf Monitoren kann der Besucher digital weitere Informationen zu den Konzepten des Neubaus auf dem Hamburger Baakenhöft erhalten. Auch wird den Besuchern die Entwicklung eines architektonischen Konzeptes von der ersten Vision zum fertigen Entwurf vermittelt. Informationen an den Wänden erläutern, wie ein aac-Workshop generell aufgebaut ist, wer zu den wichtigsten Vertretern der aac gehört und worin die Aufgaben der Gruppen genau bestanden. In einer Vitrine finden Besucher zudem die Darstellung der Historie des Naturhistorischen Museums und können so nachvollziehen, warum die Sammlung und die Idee des Evolutioneum eng mit Hamburg verbunden sind. Die Konzepte der Umnutzungs-Gruppen, die das historische Fernmeldeamt an der Schlüterstraße in ein modernes Museum umgestaltet haben, sind durch illustrierte Klappbücher erlebbar.

Academy for Architectural Culture (aac)

Die aac ist eine private und gemeinnützige Einrichtung mit Sitz in Hamburg, die 2008 von den Architekten von Gerkan, Marg und Partner (gmp) ins Leben gerufen wurde. Ihre Lehre baut auf der langjährigen Berufsund Lehrerfahrung ihrer Gründer und Stifter auf. In dem Verständnis von Architektur als gestaltender Kunst in sozialer Bindung und Anwendung ist ihr Curriculum auf die ganzheitliche Rolle des Architekten in der globalisierten Welt ausgerichtet. Die aac pflegt den Dialog über Disziplinen und kulturelle Grenzen hinweg. Sie führt in ihren Kursen Lehre, Forschung und praktizierte Architekturkultur zusammen. Dabei basieren die Aufgaben auf einem realen Szenario mit Fragestellungen zu aktuellen, gesellschaftlich relevanten Themen aus Architektur und Städtebau, für die beispielhaft Lösungen erarbeitet werden. Die aac hat ihren Stammsitz in der historischen Seefahrtschule an der Rainvilleterrasse in Hamburg. Dieses Baudenkmal der klassischen Moderne wurde 2012 durch die gmp-Stiftung renoviert und behutsam modernisiert, um es als Ort der Bildung und der Kultur wieder zu aktivieren – heute der „Campus Rainvilleterrasse“.

Kontakt
Enno N. Maass
Director of Programme, Managing Director

aac Academy for Architectural Culture
Campus Rainvilleterrasse
Rainvilleterrasse 4
22765 Hamburg
T +49.40.31 70 16 19
contact@aac-hamburg.de

Fotografen
Academy for Architectural Culture (aac)
www.aac-hamburg.com
Marcus Bredt
www.marcusbredt.de

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