14/06/2017: Fertigstellung Huawei Technological Factory Buildings, Peking, China

Architektur und Landschaft im Zusammenspiel

Entwurf Meinhard von Gerkan und Stephan Schütz mit Nicolas Pomränke und Stephan Rewolle
Projektleiter Patrick Pfleiderer, Helga Reimund, Zheng Fei
Team Stefan Both, Chen Lan, Jan Deml, Christian Dorndorf, Johannes Erdmann, Matthias Fruntke, Guo Fuhui, Bernd Gotthardt, Kuno von Häfen, Peter Jänichen, Clemens Kampermann, Tobias Keyl, Lian Kian, Liuyan, Andreas Maue, Mengxin, Christoph Millotat, Mulyanto, Fidel Reig, Michele Restivo, Katina Roloff, David Schenke, Sabine Stage, Jochen Sültrup, Wang Zheng, Matthias Wiegelmann, Wu Di, Yang Li, Thilo Zehme, Zhou Bin, Elisabeth Gänge, Konstanze Hößel, Hu Shan, Xia Yun, Yuan Rui, Zhang Xiaotong, Zhu Huan Kang Yuqing, Li Jun, Li Yingying, Wang Yue, Li Wenli, Zhao Jiantong, Zhao Ying, Zhu Jianing
Partnerbüro in China CADG
Bauherr Huawei Technologies Co., Ltd.
BGF 85.355 (oberirdisch), 54.000 (unterirdisch)

In Peking haben gmp · Architekten von Gerkan, Marg und Partner die Huawei Technological Factory Buildings fertiggestellt. Nach den vorausgegangenen Projekten in Shenzhen und Chengdu ist es das nunmehr dritte Forschungs- und Entwicklungszentrum für das chinesische Telekommunikationsunternehmen, das nach Entwurf von gmp realisiert wurde. Die campusartige Anlage bietet mit einer Bruttogeschossfläche von 85.000 m² eine Arbeitsumgebung mit starkem Bezug zur Landschaft – nahezu alle Arbeitsplätze sind nach außen zum Park orientiert.

Der Ort im Nordwesten der chinesischen Hauptstadt, im Zhongguancun Environmental Protection Park, ist besonders durch die beeindruckende Silhouette der nahegelegenen West Mountains geprägt. Nach dem Typus eines Campus konzipiert, gruppieren sich dort innerhalb eines offenen Landschaftsparks drei Bauten für Forschung und Entwicklung um ein Kantinengebäude. Erschlossen wird die Anlage über eine äußere Ringstraße sowie ein inneres fußläufiges Wegenetz.

Die viergeschossigen Forschungs- und Entwicklungsgebäude setzen sich aus zwei einander durchdringenden quadratischen Baukörpern zusammen, die im Grundriss die Figur einer Acht bilden und einen Eingangshof und Gartenhof einschließen. Beide Höfe sind torartig zur Landschaft geöffnet und bilden so einen vermittelnden Übergang zwischen Gebäude und Park. Das Erdgeschoss ist als massiver Sockel mit hellen Naturstein-Lamellen ausgebildet, auf dem die dunkel gehaltenen Obergeschosse lagern. In deren Fassaden wechseln Metallpaneele mit Festverglasung und schlanken Lüftungsflügeln. Gegeneinander abgesetzt sind beide Schichten durch die zurückgesetzte gläserne Horizontalfuge des ersten Obergeschosses.

Das Kantinengebäude weist eine ähnliche Raumfolge auf, die sanft von der Landschaft zur Architektur überleitet. Dabei unterscheidet sich der monolithisch und hell erscheinende Bau charakterlich entsprechend seiner öffentlichen Bedeutung als Begegnungsort der Mitarbeiter. In seinem Zentrum befindet sich das große Atrium der Lobby. Ein Oberlicht bringt diffuses Tageslicht in diese Haupthalle.

Huawei Technological Factory Buildings ist als Ensemble durch die räumliche und gestalterische Integration von Architektur und Landschaft bestimmt. Zusammengebunden durch eine übergreifende Ordnung und die Maßstäblichkeit der Baukubaturen, wird dies für die Nutzer mit abwechslungsreichen Wegebeziehungen und Raumfolgen auf besondere Weise erlebbar.

Fotografen
Christian Gahl
www.christiangahl.com
gmp Architects
www.gmp-architekten.com

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