19/07/2017: Dialog zwischen Alt und Neu

Am 14. Juli feierte das Quartier Alter Wall 2–32 in Hamburg Richtfest

Wettbewerb 2013 – 1. Preis
Entwurf Volkwin Marg und Jürgen Hillmer
Projektleitung Sebastian Flatau,
Susanne Winter
Stellv. Projektleitung (Ausführung)
Johann von Bothmer
Mitarbeiter Radmilla Blagovcanin, Markus Carlsen, Renata Dipper, Tanja Hütter, Raimund Kinski, Gabi Kottsieper, Katja Mezger, Stefano Pascale, Christoph Pyka, Andreas Risch, Anabel Romero Moscoso, Monica Sallowsky, Angela Schmidtutz, Tom Schülke, Claudia Schultze, Jens Schuster, Amra Sternberg, Lorena-Tiziana Vacirca, Achim Wangler, Lena Wegener, André Wegmann, Hendrik Winter, Kenneth Wong
Bauherr Art Invest Real Estate Funds GmbH & Co. KG
BGF 32.000 m²
Bauzeit 2014–2018

Hinter den Absperrungen am Alten Wall 2–32, zwischen Hamburger Rathaus und Alsterfleet, ragte hinter dem Bucerius Kunst Forum nur noch eine 150 Meter lange, von einem Stahlgerüst gehaltene, historische Fassade in die Höhe. Mittlerweile sind die Arbeiten zur Erneuerung des gesamten Gebäudeblocks weit vorangeschritten: Der Rohbau mit allen Etagen ist fertiggestellt und die Fassadensicherungen entlang des Alten Walls werden abgebaut. Am 14. Juli feierte das neue Ensemble im Herzen der Hansestadt Richtfest.

Im 19. Jahrhundert eine zentrale, lebendige Straße mit Ladengeschäften und Restaurants, wurde der Alte Wall inmitten der Hamburger Innenstadt im 20. Jahrhundert nur noch von Banken und Kontoren genutzt und verlor dadurch in der öffentlichen Wahrnehmung an Attraktivität. Im Zweiten Weltkrieg büßte er zudem noch seine historischen Fassaden am Alsterfleet ein.

Mit dem Neubau nach Plänen der Architekten von Gerkan, Marg und Partner (gmp) kehrt die Geschäftigkeit in den Straßenzug neben dem Rathaus zurück. Der Gebäudeblock hinter der denkmalgeschützten Fassade am Alten Wall 2–32 wird gänzlich neu organisiert: Anstelle von Büros werden im Erdgeschoss künftig wieder Geschäfte, Cafés und die neuen Ausstellungsflächen des Bucerius Kunst Forums zum Flanieren und Verweilen einladen. Eine viergeschossige Tiefgarage unterhalb des Wasserpegels des Alsterfleetes bietet ausreichend Parkplätze. Der Alte Wall wird völlig vom Verkehr entlastet und wieder zu dem lebendigen Boulevard, der er ursprünglich war, diesmal sogar ausschließlich für Fußgänger. Über eine Passage durch das Zentrum des neuen Quartiers eröffnet sich eine ganz neue Verbindung quer durch die Innenstadt: vom Großen Burstah durch den Rathaushof hindurch, über eine neue Fußgängerbrücke, die über das Alsterfleet zu den Alsterarkaden führt, zum Neuen Wall.

In den oberen sechs der insgesamt neun oberirdischen Geschosse des Neubaus bildet ein zentraler langgestreckter Innenhof mit Glasdach die Mittelachse und sorgt für natürlich belichtete Büroräume. Das Bucerius Kunst Forum zieht vom Kopfbau am Rathausmarkt zur mittigen Passage im Haus am Alten Wall 12. Auf insgesamt vier Stockwerken bietet das Forum neben geräumigen Ausstellungssälen ein Auditorium, eine Malschule und einen Shop.

Die historischen Gebäude und Natursteinfassaden am Alten Wall und an der Adolphsbrücke werden als Baudenkmale saniert. Fleetseitig prägt Naturstein die neuen Fassaden, die in Höhe und Staffelung an die bestehenden Nachbarbauten anschließen. Die neue Passage vom Großen Burstah zum Neuen Wall, der wiederbelebte Baublock Alsterfleet und die Läden und Restaurants am Boulevard bringen mit Kunst und Kommerz neues Leben in die Mitte der Stadt. Die Fertigstellung ist für die zweite Jahreshälfte 2018 geplant.

Fotografen
Art-Invest Real Estate Management
www.art-invest.de
gmp Architekten
www.gmp-architekten.de
IMAGE AGENCY
www.imageagency.com

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