12/09/2017: "Tehran City Garden"

aac-Workshop und Vortragsreihe im Herbst 2017

Öffentliche Veranstaltungen im Rahmen des Workshops

14. September 2017, 19.00 Uhr, EG
Jette Cathrin Hopp, Snøhetta, Oslo
"People Process Projects"

20. September 2017, 19.00 Uhr, EG
Prof. Enrique Sobejano, Nieto Sobejano Arquitectos, Madrid, Berlin
"The Space of Culture"

21. September 2017, 19.00 Uhr, EG

Viggo Haremst, Henning Larsen Architects, München
"Human Interaction"

29. September 2017, 10.00 Uhr, EG
Schlusskritik und Evaluierung der Workshoparbeiten
Prof. Dr.-Ing. h.c. Volkwin Marg
Grußwort und Ausstellungseröffnung

www.aac-hamburg.de/anmeldung.html

„Nach aktuellen Informationen werden in Kürze zwei britische Flugzeuge über Teheran fliegen. Die iranische Regierung ist bereits informiert und angefragt, einen geeigneten Landeplatz zu nennen. Das Polizeirevier ist beauftragt, zu diesem Zweck einen geeigneten Standort vor den Stadttoren zu bestimmen“, berichtete eine iranische Tageszeitung am 27. Juni 1922. Der Bericht zeugt vom ersten internationalen Flug in die heutige Megacity Teheran. Heute – 95 Jahre nach der Eröffnung des Ghale Morghi Airports – ist er längst von moderneren Bauten abgelöst worden. Das brachliegende Gelände ist seit sieben Jahren geräumt, angrenzend pulsiert das Stadtleben.

Der diesjährige Herbstworkshop der Academy for Architectural Culture (aac), der vom 4. bis zum 29. September unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. h. c. Volkwin Marg und Dipl.-Ing. Hubert Nienhoff stattfindet, beschäftigt sich mit der Umnutzung von Irans erstem Flughafen in der Hauptstadt Teheran. Studentische Entwürfe für eine Teilfläche des Geländes sollen einen wichtigen Beitrag dazu leisten. Eine innerstädtische Freifläche in dieser Größenordnung bietet hervorragende Möglichkeiten zur Stadterweiterung und -verdichtung. Die rund 270 Hektar, in Größe und Lage mit dem Tempelhofer Feld in Berlin vergleichbar, sollen in erster Linie den Bürgern Teherans zugutekommen. Ein öffentlicher Park mit iranischer Gartenkunst und vier Quartiere mit den unterschiedlichen Themenschwerpunkten städtische Verwaltung, Wissenschaft, Religion und kulturelle Interaktion sollen hier entstehen.

Basierend auf einem vorliegenden Masterplan besteht die Aufgabe der Workshopteilnehmer darin, eine Teilfläche des Areals für die kulturelle Interaktion nutzbar zu machen. Einen Ort zu schaffen, in dem Bürgernähe, Kommunikation und Integration als Leitmotive zusammenkommen. Hochbaulicher Schwerpunkt ist dabei das Kultur- und Veranstaltungszentrum, das städtebaulich in ein Ensemble aus Bibliothek, Kunstzentrum, Kinokomplex und Basar eingebunden wird. Hier sollen einerseits kulturelle Veranstaltungen wie Lesungen, Popkonzerte und Vorträge sowie künftig auch das Kinofestival stattfinden können. Andererseits soll es auch als internationales Kongresszentrum dienen.

Die Entwürfe der Teilnehmer sollen Ideen mit Potenzial hervorbringen und somit wichtige Impulse für die Zukunft und Entwicklung einer der weltweit größten innerstädtischen Freiflächen geben. Die Leiter und Tutoren legen großen Wert auf gut durchdachte Lösungen und fordern von den Teilnehmern, dass kulturelle Gegebenheiten des Landes berücksichtigt werden und auf die Bedürfnisse einer Großstadt des 21. Jahrhunderts eingegangen wird. Der vierwöchige Workshop mit ausgewählten internationalen Teilnehmern findet in den Studios der aac auf dem Campus Rainvilleterrasse statt. Eine Exkursion zum ehemaligen Flughafen in Teheran und weiteren Referenzorten im Iran sowie Fachvorträge und Kritiken namhafter Gastprofessoren begleiten den Workshop, der mit einer öffentlichen Ausstellung der Ergebnisse in den Räumen der aac endet.

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