26/09/2017: Atrium mit Ausblick

Bürohochhaus HNA Plaza in Shanghai von gmp fertiggestellt

Entwurf Meinhard von Gerkan und Nikolaus Goetze mit Magdalene Weiss
Mitarbeiter Wettbewerb Mareike Asmus, Bastian Bartz, Cai Lei, Fu Chen, Jiang Yi
Projektleitung Ausführung Fanny Hoffmann-Loss, Zhou Yunkai
Mitarbeiter Ausführung Mine Böker, Bastian Bartz, Nard Buijs, Cai Lei, Fang Min, Fu Chen, Jiang Yi, Jin Zhan, Niu Zhaoqian, Qian Lie, Florian Wiedey, Zhang Zhen, Lu Qianhua, Wu Ji
Partnerbüro in China Johnson Architecture & Engineering Designing Consultants LTD
Bauherr HNA Grand China Properties
BGF 50.000 m2 oberirdisch, 35.000 m2 unterirdisch

In prominenter Lage inszeniert der neue Büroturm der HNA Group, entworfen vom Architekturbüro von Gerkan, Marg und Partner (gmp), die Ein- und Ausblicke mit einer gläsernen Gebäudefuge – eine terrassierte Wasserlandschaft setzt das Thema im Außenraum fort. Am Ufer des Huangpu-Flusses gelegen bietet der neue Büroturm der chinesischen HNA Group, hauptsächlich tätig in den Branchen Luftverkehr und Tourismus, einen fantastischen Ausblick: Der Blick aus dem Gebäude reicht über die Shanghaier Altstadt, die Nanpu-Brücke und das Areal der Expo 2010 bis zu den Wolkenkratzern von Lujiazui.

Das HNA Plaza setzt sich aus zwei ineinander verschränkten L-förmigen Baukörpern zusammen; eine gläserne, ebenfalls L-förmige Fuge stellt die Verbindung her. Der 90 Meter hohe Büroturm fußt auf einer 22 Meter hohen „Basis“ mit großzügiger Dachterrasse, die zum Flussufer ausgerichtet ist. Der durch die Verschränkung entstehende Winkel zwischen den Gebäudeteilen schafft im Außenbereich eine urbane Platzsituation: Als Kontrast zur klaren geometrischen Form des Gebäudes erstreckt sich hier eine terrassierte Wasserlandschaft. Ein Wasserbecken entlang des niedrigen Gebäudeflügels setzt die Fuge zwischen den Baukörpern im Gelände optisch fort. Treppen führen in den tieferliegenden begrünten Innenhof.

An der südlichen Schmalseite des Büroturms, zur von Wasserflächen gerahmten Piazza hin, befindet sich der Haupteingang. Im Zentrum der lichtdurchfluteten Atriumlobby stellt ein 60 Quadratmeter großes Wasserbecken am Fuße der Gebäudefuge optisch eine Verbindung zum Außenbecken her.

Die vertikale Erschließung erfolgt über das gläserne Atrium, das im 15. Stock in eine doppelgeschossige Konferenzebene mit umlaufender Terrasse übergeht. Während im Turm neben Besprechungsräumen flexibel nutzbare Büroflächen untergebracht sind, bietet der niedrige Gebäudeteil Raum für übergreifende Nutzungen wie Läden, Kantine, Cafeteria und Sportstudio.

Horizontale Aluminiumlamellen, die mit Lichtbändern versehen sind, strukturieren die Glasfassade, dienen als Sonnenschutz und unterstreichen die besondere Komposition des Gebäudes. Auf ausdrücklichen Wunsch des Auftraggebers blieben die Stahlkonstruktion und die Geschossdecken im Innenbereich einschließlich der technischen Infrastruktur sichtbar. So dominieren außen wie innen Glas und Metall und verleihen dem Gebäude eine technische Eleganz, die sich in den großzügigen Wasserflächen im Außenbereich spiegelt.

Fotografen
Christian Gahl
www.christiangahl.com
gmp Architekten
www.gmp-architekten.de
Hans-Georg Esch
www.hgesch.de

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