09/10/2017: aac-Entwürfe des neusten Workshops "Tehran City Garden"

Designs for a New Civic Centre

In diesem Herbst stand der Workshop der Academy for Architectural Culture (aac) unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. h. c. Volkwin Marg und Dipl.-Ing. Hubert Nienhoff. Vom 4. bis zum 29. September beschäftigten sich die Stipendiaten mit der Eingliederung des Geländes von Irans erstem Airport, dem ehemaligen Ghale Morghi Militärflughafen, in das urbane Leben der Hauptstadt Teheran. Die konkrete Aufgabe der Workshopteilnehmer bestand darin, für eine Teilfläche eines übergeordneten Masterplanes ein Kulturzentrum zu entwerfen.

Mehr denn je rückte der kulturelle Austausch in den Vordergrund des Workshops: Unterstützt wurde das aac-Team durch die im Iran ansässige Mirmiran Architecture Foundation (MAF). Darüber hinaus setzten sich die jeweiligen Entwurfsgruppen in etwa gleichen Teilen aus deutschen und iranischen Stipendiaten zusammen, die ihren jeweiligen kulturellen Hintergrund einbringen konnten.

Die Exkursion in den Iran vom 4. bis 9. September war das erste Highlight des Workshops. Vor Ort konnten die Teilnehmer sich einen eigenen Eindruck von den Blüten der modernen persischen Architektur verschaffen. Geführt von Volkwin Marg ging es unter anderem zur Neuen Messe Teheran, die aus seiner Entwurfsfeder stammt, und natürlich zum Baufeld der Workshopaufgabe. Während in Teheran vorwiegend Architekturbeispiele aus dem 20. und 21. Jahrhundert, wie das Museum für Zeitgenössische Kunst oder das Teppichmuseum, auf dem Tagesplan standen, konnten die Stipendiaten in Isfahan die Architektur aus der Zeit der Safaviden, unter anderem den bedeutenden Naqsh-e Jahan Platz mit großer Moschee, Frauenmoschee, Palast und Bazar besichtigen. Begleitet wurde die Exkursion von Vorträgen des international tätigen Professors Iraj Etessam, der beispielsweise über die modernen Entwicklungen im Iran referierte, und Hamid Mirmiran, der über die persische Gartenkunst sprach.

Zurück in den Hamburger Studios der aac übersetzten die Teams das Erlebte in ihre Entwürfe. Erfahrene Tutoren standen hilfreich zur Seite. Vorträge und Kritikrunden mit etablierten Köpfen der Architekturbranche, darunter Jette Cathrin Hopp vom Osloer Büro Snøhetta, Prof. Enrique Sobejano von Nieto Sobejano Arquitectos aus Madrid sowie Viggo Haremst von Henning Larsen Architects ergänzten das umfassende Lehrprogramm.

Die Teilnehmer waren aufgefordert, sowohl die kulturellen Gegebenheiten des Landes zu berücksichtigen, als auch auf die Bedürfnisse einer Großstadt des 21. Jahrhunderts einzugehen. Alle fünf Workshopgruppen stellten sich dieser Aufgabe und zeigten bei ihrer Schlusspräsentation, wie sie sich moderne iranische Architektur vorstellen. Die Herangehensweise war vollkommen unterschiedlich, obwohl die Funktionen und Anforderungen für alle Gruppen die gleichen waren: Während eine Gruppe als Gestaltungsthema „Licht und Schatten“ wählte, ließen sich die übrigen Teams von der persischen Teppichkunst, der Bazartradition oder der Typologie iranischer Gärten inspirieren. Die Ergebnisse lassen sich noch bis zum 20. Oktober im Rahmen der Ausstellung in den Studios der aac bewundern.







Workshopleitung Prof. Dr.-Ing. h. c. Volkwin Marg und Dipl.-Ing. Hubert Nienhoff
aac-Team Enno N. Maass, Annika Göttle, Christine Graff, Anja Meding mit Unterstützung von Nima Ghahreman
Tutoren Walter Gebhardt, Annika Göttle, Prof. Philipp Kamps, Sona Kazemi, Anja Meding

Fotografen
Academy for Architectural Culture (aac)
www.aac-hamburg.de

jochen stüber objektfotografie
www.jochenstueber.de

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