13/09/2010: 1. Preis

gmp gewinnt den Ideenwettbewerb für die zukünftige ZOB-Bebauung in Kiel

Nach den Plänen der Architekten von Gerkan, Marg und Partner könnten auf dem 6.000 m² großen Areal in unmittelbarer Uferlage zur Kieler Förde als Erweiterung des neuen Hotels Atlantic ein Konferenzzentrum mit Dienstleistungsangeboten, ein öffentliches Parkhaus mit 600 Stellplätzen über und eine Tiefgarage mit 200 Stellplätzen unter dem zentralen Busbahnhof entstehen. Das Ensemble ließe sich in mehreren Baustufen verwirklichen und stellt die städtebaulich wichtige Fortführung der Herzog-Friedrichstraße bis zur Wasserkante wieder her.

Zugunsten einer einheitlich wirkenden Quartiersbebauung wird als Fassadenmaterial beider Funktionseinheiten eine vorgehängte Terracotta-Fassade aus rötlichen Tonziegellamellen vorgeschlagen, die das prägende Erscheinungsbild der Ziegelfassaden der Kieler Uferbebauung fortführt. Die Lamellen dienen dem Konferenzgebäude als Wind- und Sonnenschutz, dahinter befinden sich raumhohe, schallgedämmte Fensterelemente mit Öffnungen für die kontrollierte natürliche Belüftung. Im Parkhaus sorgen die Lamellen für eine ausreichende Lüftung und verdecken die Sicht auf parkende Fahrzeuge.

Das Konferenzzentrum besitzt mit seiner Vorfahrt und dem mehrgeschossigen verglasten Foyer eine eigenständige attraktive Adresse an der Kaistraße und ist über ein Brückenbauwerk mit dem benachbarten Hotel verbunden. Der große teilbare Konferenzsaal bietet Platz für 800 Personen. Die Erschließung des Quartiers erfolgt über die Auguste-Viktoria-Straße, wobei der Zentrale Omnibusbahnhof und das Parkhaus getrennt voneinander ihre Zu- und Abfahrten erhalten.

Zwischen den filigranen Stützen im Parterre sorgen transparente gläserne Pavillons, die offene zentrale Erschließungsachse, der großzügige Licht- und Luftschacht im Parkhaus sowie die indirekte Beleuchtung der Fahr- und Wartezonen unterhalb des Konferenzsaales für eine freundliche, helle und witterungsgeschützte Atmosphäre des neuen ZOB.

Die zeitgemäßen Anforderungen des nachhaltigen Bauens und eine Minimierung des Verbrauchs von Energie und Ressourcen erfüllt das technische Versorgungskonzept für den Neubau durch seine integrative Umsetzung ökonomischer und ökologischer Anforderungen. Somit berücksichtigt das Energiekonzept die für 2012 vorgesehenen Energiestandards und strebt eine autarke Energiebilanz an.

Ideenwettbewerb 2010 – 1. Preis
Entwurf Volkwin Marg mit Stephanie Joebsch
Partner Wolfgang Haux
Mitarbeiter Entwurf Anna Falkenbach, Theresa Thiele, Peter Radomski
Haustechnik Winter Ingenieure
Verkehrsplanung VSU-Ingenieure
Auslober Landeshauptstadt Kiel – Dezernat für Stadtentwicklung und Umwelt

 

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