17/11/2011: gmp Musitektur # 85

"Swingin’ Words: Jazz is my voice – Die Gershwin Story"

Konzert
"Swingin’ Words: Jazz is my voice –
Die Gershwin Story”
Schauspiel / Lesung / Gesang
Antje Birnbaum
Klarinette / Gesang
Akos Hoffmann
Klavier
Nikolas Jurezka
Veranstaltungsort

gmp Architekturwerkstatt,
Völckersstraße 14-20, Hamburg
Termin
Donnerstag, 17. November 2011,
19.30 Uhr
google maps

Am Donnerstag, 17. November 2011 findet das gmp-Bürokonzert in der Hamburger Völckersstraße mit "Swingin’ Words" statt. In der szenisch-musikalischen Lesung "Jazz is my voice – Die Gershwin Story" lassen die drei Künstler Antje Birnbaum, Akos Hoffmann und der Pianist Nikolai Juretzka die glanzvolle Tanzfilmära um Fred Astaire und Ginger Rogers wieder lebendig werden.

Mit ihrer in vielen Städten mit großer Begeisterung angenommenen inszenierten Musik-Biographie über den weltbekannten Jazzkomponisten George Gershwin widmen sich die drei Künstler Antje Birnbaum, Akos Hoffmann und der Pianist Nikolai Juretzka jenem Mann, der mit Abstand zu den vielseitigsten, sympathischsten und interessantesten Broadway-Komponisten des 20. Jahrhunderts zählt.

Mit "Jazz is my voice", ihrer neuen Darbietung aus der beliebten Reihe, lassen Swingin’ Words die glanzvolle Tanzfilmära um Fred Astaire und Ginger Rogers wieder lebendig werden.

Die Schauspielerin Antje Birnbaum versteht es wie immer hervorragend, mit ihrer unverkennbaren Stimme eine ebenso anspruchsvolle wie locker-leicht inszenierte Lebensgeschichte zu erzählen – und Lieder daraus zu singen! Passend dazu schlüpft sie im Laufe des Abends in verschiedene Rollen und wechselt spielend Accessoires, was Jazz-Liebhaber schwärmen, Nicht-Jazzer mitschwingen und Mittelstufenschüler aufmerksam zuhören lässt!

Musikalisch sorgen Akos Hoffmann auf der Klarinette und Nikolas Jurezka am Klavier für das passende Jazz-Gefühl und beweisen an diesem Abend, dass auch Vollblut-Musiker echtes schauspielerisches Talent besitzen.

Zu George Gershwin
George Gershwin wurde 1898 als Jacob Gershovitz in Brooklyn, New York City als Kind russisch-jüdischer Immigranten Morris Gershovitz und Rose Gershovitz geboren. 1910 kauften die Gershwins für die Musikstunden des älteren Sohnes Ira ein Klavier, auf dem aber bald George Gershwin spielte. Nach zwei Jahren wurde Charles Hambitzer sein Klavierlehrer und blieb bis zu seinem Tod 1918 sein Mentor. Hambitzer lehrte George Gershwin konventionelle Klaviertechniken und ließ ihn die europäischen Meisterwerke spielen. Er ermutigte ihn, Orchesterkonzerte zu besuchen (wobei er zu Hause versuchte, die gehörte Musik am Klavier zu reproduzieren). Ab 1914 arbeitete George Gershwin als "Hauspianist" im New Yorker Musikverlag Jerome H. Remick. Seine Aufgabe war es bald, neue Lieder seines Verlages den Bandleadern und Theateragenten vorzuspielen und zu verkaufen. Angeregt durch diese Tätigkeit, versuchte er sich in der Komposition von eigenen Liedern und Tanzstücken.

Sein Ragtime "Rialto Ripples", 1916 komponiert, wurde ein finanzieller Erfolg. 1918 gelang ihm mit dem Lied „Swanee“ der erste USA-weite Hit, der zunächst auf dem Broadway zu seiner Anerkennung als Komponist führte. Auf seiner Europareise 1928 lernte er Igor Strawinsky kennen. Er hatte eine längere Liebesbeziehung mit der Komponistin Kay Swift, eine weitere mit der Schauspielerin Paulette Goddard. Während George Gershwin in Hollywood an der Partitur von „The Goldwyn Follies“ arbeitete, brach er am Flügel zusammen und starb am 11. Juli 1937 um 10:35 Uhr an einem Gehirntumor.

Gershwin komponierte sowohl Stücke für den Broadway als auch klassische Konzerte. Zu den meisten Kompositionen von George Gershwin schrieb sein Bruder Ira die Texte. 1924 produzierten George und Ira gemeinsam die Musikkomödie "Lady, Be Good". Dem folgten "Oh, Kay!" (1926); "Funny Face" 1927; "Strike Up the Band" (1927 und 1930); Girl Crazy (1930), mit dem zum Evergreen gewordenen Lied "I Got Rhythm"; "Of Thee I Sing" (1931), die erste Musikkomödie, die mit einem Pulitzer-Preis ausgezeichnet wurde. 1933 erschien "Pardon My English", das einzige Musical dieser Epoche, das in Deutschland (in Dresden) spielt. Vor der Arbeit an der Oper "Porgy and Bess" verbrachte Gershwin einen Sommer in Folly Island in der Nähe von Charleston (South Carolina), um sich mit der afroamerikanischen Musik vertrauter zu machen. George und Ira Gershwin gehörten zu den erfolgreichsten Teams am Broadway.

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