Mit der Berufung Volkwin Margs, Gründungspartner des Architekturbüros von Gerkan, Marg und Partner (gmp) 1986 als Nachfolger des Lehrstuhls für Stadtbereichsplanung und Werklehre von Prof. Gottfried Böhm an die RWTH Aachen, gründete sich der gmp-Bürostandort in Aachen. Somit wurde neben der Lehrtätigkeit eine freiberufliche Tätigkeit nahe der Architekturfakultät möglich.
Das abendliche und nächtliche Entwerfen begann im Aachener Atelier an der Rennbahn 5/7, mit halbtags tätigen Assistenten und "Hiwis", die somit Theorie und Praxis verbanden und bildete zwischen Lehrstuhl im Reiffmuseum und Atelier eine fruchtbare Wechselwirkung.
Auch nach der Versetzung Volkwin Margs in den akademischen Ruhestand - und damit in den vermehrten freiberuflichen Unruhestand - wurde aus einer Nebentätigkeit im kleinen Aachener Atelier ein international tätiges Büro. Bedeutende realisierte Bauten von architektonischer Identifikation wie die Neue Messe in Leipzig, Pilotprojekt für den "Aufbau Ost", Solitäre wie Stadienbauten in Köln, Foshan, China, Kiew, Ukraine, Bukarest, Rumänien, aber auch Bauten im engeren urbanen Kontext, wie das Herzklinikum der Universität Köln oder die Laborinstitute für die RWTH Aachen sind Resultate eines enthusiastischen jungen Teams an der Rennbahn unter der Leitung von Christian Hoffmann.
Die Schau vermittelt chronologisch einen Einblick in das Programm des Lehrstuhls für Stadtbereichsplanung und Werklehre und erläutert bespielhaft anhand von Bildern, Plänen und großmaßstäblichen Architekturmodellen Projekte des Aachener gmp-Standorts.