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16/06/2011 bis 17/07/2011 Von Berlin nach Brasilia – Stadien der Architekten von Gerkan, Marg und Partner 

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Ausstellung
Von Berlin nach Brasilia -
Stadien der Architekten von Gerkan, Marg und Partner
Ausstellungseröffnung
Mittwoch, 15.06.2011
Ausstellungszeitraum
16.06.– 17.07.2011
Ort
Alvar-Aalto Kulturhaus
Porschestraße 51, Wolfsburg
Öffnungszeiten
Dienstags - Freitags 14.00 - 18.00 Uhr
Samstags und Sonntags 10.00 - 18.00 Uhr

Veranstaltungsprogramm
Ausstellungseröffnung durch Prof. Volkwin Marg
Vortrag Hubert Nienhoff: "Architekt und Ingenieur im Dialog"

Zu keiner Zeit wurden derartig viele Sportstätten rund um den Globus errichtet wie in den vergangenen Jahrzehnten. Mit jeder Olympiade, Welt-, Europa- oder Landesmeisterschaft entstehen neue Sportanlagen, die alles bisher Dagewesene übertrumpfen wollen. Meist wird dabei ohne Bezug auf Konstruktion und Funktion eine zeichenhafte Einmaligkeit gesucht, die der Architektur durch "Styling" ein Alleinstellungsmerkmal verschaffen will. Diesem Trend zum werbewirksamen "Branding" widersetzen sich die Architekten von Gerkan, Marg und Partner (gmp) seit Jahrzehnten – und trotzdem waren sie bei den zumeist über international ausgeschriebene Wettbewerbe vergebenen Bauten erfolgreicher als alle anderen Architekturbüros. gmp hat momentan mehr ein Dutzend Stadien in vier Erdteilen gleichzeitig im Bau oder in Planung und jedes Mal aufs Neue geht es darum, eine "optimierte Leistungsform und Konstruktion" sowie eine aus dem spezifischen Ort entwickelte charakteristische Identität im kulturellen Kontext zu entwickeln.

Die Ausstellung über die Sportstätten von gmp im Alvar Aalto Kulturhauhaus in Wolfsburg aus Anlass der Fussballweltmeisterschaft der Frauen in Deutschland und in Fortführung der im Jahr 2010 gezeigten Ausstellung im Architekturmuseum der TU München, zeigt an Beispielen von Berlin bis Brasília, wie modernste Technologie und der Genius loci verschmolzen werden. gmp sucht nicht, architektonische Metaphern um jeden Preis, ohne Rücksicht auf konstruktive Tektonik zu inszenieren, sondern für ihre Projekte gilt immer der Anspruch klassischer Ingenieur-Kunstbauwerke: "weniger ist mehr".

Die Stadien von gmp zeigen eine aus der Logik von Konstruktion, Funktion und Ortsbezug abgeleitete Architektursprache. Diese Gegenposition zum derzeit geläufigen Jahrmarkt formalistischer Eitelkeiten soll mit der Ausstellung gewürdigt werden.