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gmp Musitektur # 86 

Bernadett Mészáros, Julia Krenz & Anne-Katrin Schenck: Le chant du rossignol - Der Gesang der Nachtigall 

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Le chant du rossignol -
Der Gesang der Nachtigall
Die Musiker
Bernadett Mészáros (Cembalo)
Julia Krenz (Flöte)
Anne-Katrin Schenck (Sopran)
Ort
gmp Berlin,
Hardenbergstraße 4-5, Berlin
Termin
Dienstag, 29. November 2011,
19.30 Uhr
Telefonische Anmeldung
unter 030 - 617 855
bis zum 20. November 2011

Die Imitation des Vogelgesangs in der Musik steht im Mittelpunkt des Programms on Bernadett Mészáros (Cembalo), Julia Krenz (Flöte) und Anne-Katrin Schenck (Sopran). Vogelgesang ist seit jeher Sinnbild für die Liebe und Verliebtheit. Durch alle musikalischen Epochen hindurch ist er ein beliebtes Thema für Komponisten. Da stets Flöte und Sopranstimme für die Imitation von Vogelstimmen als besonders geeignet angesehen wurden, finden sich viele Kompositionen für diese Besetzung. Dargestellt wird die Entwicklung dieses "Vögelchen-Genres" anhand eines musikalischen Ausflugs durch Deutschland, Frankreich, Italien und England quer durch die Renaissance, das Früh- und Spätbarock bis hin zur Klassik. Dass sich die Darstellung des Vogelgesangs gelegentlich auch zu einem musikalischen Wettstreit der beiden Solo-Stimmen entwickelte, wird in diesem Programm u.a. anhand der Werke von Händel, Rameau, Linley und Purcell erfahrbar.

Bernadett Mészáros

Bernadett Mészáros wurde am 26.07.1987 in Gyula (Ungarn) geboren. Von 2002 bis 2006 lernte sie am Béla Bartók Musikgymnasium in Budapest. 2005 hat sie angefangen Cembalo zu spielen. Ihre erste Cembalolehrerin war Anikó Soltész. Nach dem Abitur begann sie ein Studium an der Franz Liszt Musikakademie in Budapest bei Prof. Anikó Horváth (Cembalo) und György Vashegyi (Kammermusik). Sie spielt regelmäßig in Konzerten, sowohl Solo als auch in Kammermusikensembles. Im September 2007 gründete sie das Siciliano Barock Ensemble. Seit November 2008 ist sie Mitglied des Orfeo Orchesters in Budapest (Dirigent: György Vashegyi). Des Weiteren spielte sie mehrmals im "Nemzeti Filharmonikus Zenekar" (Nationales Philharmonie-Orchester) in Budapest (Dirigent: Zoltán Kocsis). Mit dem Barockensemble Senza Sordini (Leipzig-Berlin) gewann sie in Bad Liebenwerda den "Gebrüder-Graun-Preis 2009". Sie nahm an verschiedenen Meisterkursen, u. a. bei Malcolm Bilson, Ketil Haugsand, Gordon Murray, Jacques Ogg, Nicholas Parle, Johann Sonnleitner und Miklós Spányi, teil. Zur Zeit studiert sie in Leipzig an der Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn-Bartholdy" in der Klasse von Prof. Nicholas Parle.

Anne-Katrin Schenck
Die Berlinerin Anne-Katrin Schenck nahm ihren ersten Gesangsunterricht bei Martina Zell und setzte ihr Gesangsstudium an der UdK Berlin bei Ingrid Figur und Regina Schudel fort. Anne-Katrin Schenck ist in verschiedenen Opern-,  Konzert- und Rundfunkproduktionen zu hören und trat zum Beispiel in der Berliner Philharmonie und dem Konzerthaus Berlin auf. Sie ist Preisträgerin des Bundeswettbewerbs für Gesang, zweimalige Preisträgerin beim Gebrüder-Graun-Wettbewerb und erreichte als einzige Deutsche die Finalrunden des Internationalen Barock-Gesangswettbewerbs in Chimay (Belgien). Sie ist regelmäßig mit Musikern der Akademie für alte Musik, dem Ensemble Archilegio und dem Barockensemble Senza Sordini, welches sie Ende 2007 gründete und auch leitet, zu hören. Seit 2009 widmet sich Senza Sordini dem unbekannten Opernschaffen von C. H. Graun und wurde für seine Interpretation mit dem Ensemblepreis des Gebrüder-Graun-Wettbewerbs ausgezeichnet. Diese Arien hat Anne-Katrin Schenck gemeinsam mit dem Ortus-Musikverlag im Mai 2011 herausgegeben. 2010 war sie in Spanien, Belgien und Frankreich mit La Petite Bande unter der Leitung von Sigiswald Kuijken zu hören. Sie führten Werke von Schütz (Musikalische Exequien) und Buxtehude (Membra Jesu nostri, Mit Fried und Freud) auf und spielten diese ein. Die CD wird noch in diesem Jahr erscheinen. Regelmäßig arbeitet sie als Stimmbildnerin in Jugendopernprojekten. 2011 über-nahm sie die Gesamtleitung für das Laienopernprojekt King Arthur.

Julia Krenz
Die 1981 geborene Julia Krenz erhielt ihren ersten Musikunterricht zuerst auf anderen Instrumenten, bevor sie im Alter von 15 Jahren ersten Blockflötenunterricht erhielt. Bereits vier Jahre später begann sie ihre vielfältigen Studien in Blockflöte und Traversflöte, die sie an die Musikhochschule Münster, das Mozarteum Salzburg und die UdK Berlin führten. Zusätzlich belegte sie das Wahlfach Musiktheorie/ Komposition und rundete ihre Ausbildung durch zahlreiche Meisterkurse ab. Seit über zehn Jahren arbeitet Julia Krenz erfolgreich als Musikpädagogin und Musikerin. Neben ihrer pädagogischen Arbeit an der Musikschule und bei Workshops gibt sie regelmäßig Konzerte als Solistin, in wechselnden kammermusikalischen Besetzungen und Barockorchestern. Die vielfach ausgezeichnete Julia Krenz beweist in ihren Konzerten, dass die Blockflöte häufig zu Unrecht als Kinder oder Einsteigerinstrument unterschätzt wird. In hochvirtuosen und temporeichen Stücken zeigt sie mit spielerischer Leichtigkeit ihr herausragendes technisches Können auf der Block- und Traversflöte, gepaart mit einer großen musikalischen Ausdruckskraft. Dieses musikalische Verständnis ließen zahlreiche Kompositionen und Bearbeitungen bekannter Melodien entstehen, die Julia Krenz auch in Konzerten präsentiert. Voraussichtlich im Herbst diesen Jahres wird auch eine erste Komposition veröffentlicht werden.

Programm:
1 Joseph Haydn
„Auf starkem Fittiche“ aus dem Oratorium „Die Schöpfung“, Hob XXI:2
2 Georg Philipp Telemann
Fantasie Nr. 12, g-Moll, Grave/Allegro/Dolce/Allegro – Presto
3 Jean-Philippe Rameau
„Rossignol Amoureux“ aus der Oper "Hippolyte et Aricie"
4 Francois Couperin
"Le Rossignol en Amour"
5 Pietro Torri
"Son rosignolo" aus der Oper "Ismene"
6 Jacob van Eyck
Comagain
7 John Dowland
Come again
8 Jacob van Eyck
Engels Nachtegaeltje
9 John Dowland
It was a lover and his lass
10 Georg Philipp Telemann
Sonate C-Dur, aus "Der getreue Musikmeister" Cantabile – Allegro – Grave – Vivace
11 Georg Friedrich
Händel "Sweet bird" aus dem Oratorium "L‘Allegro, il Penseroso ed il Moderato"