Building the Future
The Architecture of von Gerkan, Marg and Partners
05.05.-15.05.2007
Meinhard von Gerkan, Volkwin Marg und ihre Partner haben in den vergangenen 40 Jahren in nahezu allen großen Städten Deutschlands, in Europa und seit 1999 in Asien geplant und gebaut.
Mit ihrer nachhaltigen und sinnfälligen Architektur, die die kulturellen Eigenheiten der jeweiligen Länder bewahrt, wurde das Büro innerhalb und außerhalb Europas bekannt.
Die Vielfalt der Entwürfe von gmp reicht von Museen, Opernhäuser, Stadien, Flughäfen und Bahnhöfen, mehreren Campusuniversitäten bis hin zum Wohnungs- und Städtebau.
Seit dem Bau der Deutschen Schule in Peking im Jahr 1999 wurden in Asien mehr als 15 Projekte realisiert. Eines der herausragenden Projekte ist dabei der Entwurf einer ganzen Stadt: Lingang New City, nahe Shanghai - die nach den Prinzipien einer Idealstadt entworfen und bereits im Bau ist.
Das nach zwei Jahren Bauzeit rechzeitig zum APEC-Gipfel fertig gestellte National Convention Centre in Hanoi erhielt im Februar 2007 den Vietnamesischen Architekturpreis.
In wenigen Jahren haben es von Gerkan, Marg und Partner geschafft, zu einem der bekanntesten und innovativsten Architekturbüros in Asien zu werden.
Planen und Bauen in den Schwellenländer bedeutet für die Architekten:
- Begegnung mit den anderen Kulturen,
- atemberaubendes Tempo,
- unvorstellbare Größenordnungen,
- Wirtschafts- und Kulturexport,
- Herausforderungen, die die aufstrebenden, modernen Staaten an sie stellen, anzunehmen und zu meistern.
Die Architekten von gmp entwerfen Bauten, die identitätsstiftend sind und somit dem globalen architektonischen Mainstream entsagen, die auf die spezifischen Bedingungen wie Ökologie, Topographie, Ökonomie, Gesellschaft und Politik reagieren und architektonische Nachhaltigkeit sichern.
Sie gestalten nach dem Prinzip "vom Einfachen das Beste" mit der Reduktion, die auf Plausibilität und Selbstverständlichkeit bezogen ist, und die Eigenarten des Ortes integriert.
Eine Ausstellung mit dem Anliegen, zum einen die Vielfältigkeit der Bauaufgabenstellung und deren Lösungen zu zeigen, und zum anderen auch für ein Publikum verständlich zu bleiben, muss sich auf eine plakative Auswahl des gesamten Œuvre beschränken.
Auf Metalltafeln wird das jeweilige Projekt plakativ in Szene gesetzt. Skizzen und Zeichnungen veranschaulichen den ersten konzeptionellen Gedanken, Filme geben Einblick in den sensitiven und urbanen Kontext. Modelle vermitteln den Entwurfsgedanken in seiner dreidimensionalen Ausformung als Baukunst en miniature.
Die Ausstellung gliedert sich dabei in die Teile der unterschiedlichen Bauaufgaben im urbanen und öffentlichen Bereich: von der Verkehrsinfrastruktur über Kultur-, Sport- und Forschungseinrichtungen bis hin zu Versammlungsstätten und kommerziellen Ensembles. So zählen zum Œuvre der Architekten fünf realisierte Flughäfen, von denen zwei in der Ausstellung zu sehen sind. Mit dem Berliner Hauptbahnhof wurde im Jahr 2006 Europas größter Kreuzungsbahnhof fertig gestellt.
Ein einleitender bebilderter Essay über die Entstehung der Idealstadt im Spiegel der Zeit führt in die Thematik des Projekts Lingang New City ein.
Der städtebauliche Entwurf nimmt seiner Größe und Bedeutung gemäß einen Schwerpunkt der Ausstellung ein. Die Bandbreite der Darstellung reicht dabei von der ersten Skizze über Visualisierungen der Stadtgestaltung bis hin zu in Satellitenbildern dokumentierten Baufortschritten. In farbigen Plänen und einem 2 x 4 Meter großen Modell findet das Projekt seine erweiterte Darstellung.