1. Preis und Beauftragung

28.11.08 Shanghai Aquatic Sports Center (SASC)




Die Stadt Shanghai hat als Austragungsort der 14. FINA World Championship 2011 einen internationalen Wettbewerb ausgelobt. Die Aufgabe beinhaltet den Entwurf einer dem internationalen Rang der Stadt angemessenen Wettkampfstätte, bestehend aus einem Schwimmstadion, einem Sportstadion, Außenschwimmbecken für Turmspring-Wettkämpfe sowie einem Medienzentrum.

Im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung werden ehemalige Industriebrachen entlang des HuangPu Flusses rekultiviert. Das Shanghai Aquatic Sports Center (SASC) ist neben dem Gelände der Weltausstellung 2010 ein weiterer wichtiger Baustein innerhalb dieser städtebaulichen Entwicklung.

Zwei wesentliche, verbindende Motive stellen den Zusammenhang zwischen Riverside Park und Gymnasium Area her: Ein wellenförmig geschwungener Weg begleitet von Baumgruppen, der das gesamte Gelände durchzieht, die Stadien mit den Aktivitäten im Uferpark verbindet und verschiedene Ausblicke in Richtung Stadt, Fluss und Stadien inszeniert.  Das zweite zentrale Thema ist ein künstlicher See, der das dominante Thema des Parkes am Huangpu Fluß in das Zentrum der Core Venue zieht und an dem alle Stadien platziert werden. Auf diese Weise kann jedes Gebäude mit einem Fernblick über das Wasser wahrgenommen werden und erhält eine besondere und exponierte Lage am Wasser.

Als übergeordnetes Thema sowohl der Parkgestaltung als auch der Architektur der Gebäude und nicht zuletzt der Sportstätten selbst, sind Bezüge zu Wasser und Wellen, Strand und Brücken wiederkehrende und charakteristische Gestaltungselemente.

Ein künstlicher See, ist das verbindende Element von Gymnasium, Natatorium und Outdoor Diving Pool. Die Gebäude werden auf erhöhten Plattformen platziert und ragen in den See. So ergibt sich nach Norden eine weich schwingende Uferkante um die runden Stadien und eine gerade Kante im Süden für das Natatorium. Die Verbindung der Gebäude untereinander geschieht über Brücken und Wasser.

Das Konstruktionsprinzip sind weitgespannte Bögen, mit weißen, großformatigen Dreieckselementen verkleidet, die entlang der Rahmen der Unterkonstruktion gebogene Flächen bilden, die an im Wind stehende Segel erinnern.  

 

Bauherr Shanghai Administration of Sport

Entwurf Meinhard von Gerkan mit Magdalene Weiss

Statik Schlaich Bergermann und Partner

Sitzplätze Sportstadion 18.000

Sitzplätze Schwimmstadion 5.000

Sitzplätze Außenschwimmbecken 5.000

Bauzeit 2009-2011

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