Deutschland, Hamburg 

Alter Wall Hamburg

Alter Wall Hamburg Alter Wall Hamburg Alter Wall Hamburg Alter Wall Hamburg Alter Wall Hamburg Alter Wall Hamburg       
arrowBildübersichtarrow

Wettbewerb 2013 – 1. Preis
Entwurf Volkwin Marg und Jürgen Hillmer
Projektleitung Sebastian Flatau,
Susanne Winter
Stellv. Projektleitung (Ausführung)
Johann von Bothmer
Mitarbeiter Radmilla Blagovcanin, Markus Carlsen, Renata Dipper, Tanja Hütter, Raimund Kinski, Gabi Kottsieper, Katja Mezger, Stefano Pascale, Christoph Pyka, Andreas Risch, Anabel Romero Moscoso, Monica Sallowsky, Angela Schmidtutz, Tom Schülke, Claudia Schultze, Jens Schuster, Amra Sternberg, Lorena-Tiziana Vacirca, Achim Wangler, Lena Wegener, André Wegmann, Hendrik Winter, Kenneth Wong
Bauherr Art Invest Real Estate Funds GmbH & Co. KG
BGF 32.000 m²
Bauzeit 2014–2018

 

Fotografen:

Gärtner & Christ

www.architekturdarstellung.de

gmp Architekten

www.gmp-architekten.de

Zuletzt vorwiegend von Banken genutzt, hatte das Gebäudeensemble im Herzen Hamburgs über die Jahrzehnte seine eigentliche Nutzung als Ort des städtischen Handels weitgehend verloren. Um diese ursprüngliche Funktion im Stadtgefüge wiederzugewinnen, entsteht an der Stelle der Gebäude Alter Wall 10–22 eine neue Architektur, die die organisatorische Optimierung des Blocks ermöglicht, während die denkmalgeschützten Fassaden zum Alten Wall erhalten bleiben.

Der nun entstehende Neubau ist über dreizehn Ebenen organisiert. Seine Tiefgarage, für die eine aufwändige Gründung notwendig war, sorgt dafür, dass der Straßenzug Alter Wall – derzeit die Schattenseite des Rathauses – vom ruhenden und fließenden Verkehr entlastet und wieder zu einem Boulevard umgestaltet wird, wie es seiner prominenten Lage entspricht. Auf drei Geschosse für den Einzelhandel und die Gastronomie werden sechs Bürogeschosse gesetzt, die durch ein großzügiges Atrium belichtet werden. Die Auflagen des Denkmalschutzes berücksichtigend schließt das neue Gebäude als Baustein des Blocks in Höhe, Staffelung und Materialität der Fassaden an die Nachbarbauten des Bestandes an, die erhalten und behutsam saniert werden.
Gleichwohl ist die Ergänzung deutlich als zeitgenössischer Bau zu erkennen, nimmt sich jedoch mit dem traditionellen Understatement des Kontor- oder Bürgerhauses gegenüber den öffentlichen Bauten, wie dem Rathaus und der Börse, deutlich zurück. Aus der gleichen kontextuellen Haltung heraus ist die öffentliche Passage durch das Haus Alter Wall 12 entwickelt, an die ein neuer Steg über das Alsterfleet anschließt. So wird der Block zum attraktiven und belebten Zentrum einer neu geschaffenen fußläufigen Verbindung vom Rathaushof durch das zentrale Bucerius Kunst Forum zum Neuen Wall. Die Fertigstellung des Projektes ist für Sommer 2018 geplant.