Deutschland, Dresden 

Ausstellungsarchitektur "Goldener Drache – Weißer Adler", Residenzschloss Dresden

Ausstellungsarchitektur "Goldener Drache – Weißer Adler", Residenzschloss Dresden Ausstellungsarchitektur "Goldener Drache – Weißer Adler", Residenzschloss Dresden Ausstellungsarchitektur "Goldener Drache – Weißer Adler", Residenzschloss Dresden Ausstellungsarchitektur "Goldener Drache – Weißer Adler", Residenzschloss Dresden Ausstellungsarchitektur "Goldener Drache – Weißer Adler", Residenzschloss Dresden Ausstellungsarchitektur "Goldener Drache – Weißer Adler", Residenzschloss Dresden       
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Entwurf Meinhard von Gerkan und Stephan Schütz
Projektleitung Giuseppina Orto, Nicolas Pomränke
Bauherr Staatliche Kunstsammlungen Dresden
BGF 1.200 m²
Bauzeit 2007-2008

 

Fotografen:

Hans Joachim Krumnow

Die Ausstellung thematisiert die Inszenierung der Macht, indem sie das höfische Leben des Chinesischen Kaisers mit dem der polnisch-sächsischen Fürsten im 18. Jahrhundert vergleicht. Anhand zahlreicher Themengruppen werden die Ausstellungsstücke beider Kulturen gegenübergestellt und offenbaren erstaunliche Parallelen aber auch grundlegende Unterschiede.

Die Ausstellungsarchitektur unterstütz diese Konzeption durch einfache räumliche Maßnahmen: jedes Thema bespielt jeweils einen der Räume, der durch die Aufstellung schwarzer Wandscheiben gegliedert wird und die didaktische Konzeption wie Gegenüberstellung, Trennung oder Parallelität verdeutlicht. Als räumlich verbindendes Element durchzieht eine rote Vitrinenwand, die orthogonal zu den schwarzen Scheiben steht, alle Räume. Themenbezogene mehrsprachige Beschriftungen sind der einzige Schmuck der ansonsten auf jegliche Detaillierung verzichtenden Wände.

Die Ausstellung fand in den ehemaligen fürstlichen Wohnräumen des Dresdener Residenzschlosses statt, die im Anschluss wieder rekonstruiert werden. Die Ausstellung zeigt daher bewusst den geschichtlichen "Zwischenstand" des Gebäudes, das mit seiner Mischung aus Altbaufragmenten, Betonbauteilen der Nachkriegszeit und provisorischen Einbauten ein Zeuge der lebhaften Geschichte Dresdens ist. Besonders der Kontrast zwischen dem "Rohba", der reduzierten Ausstellungsarchitektur und den prachtvollen, opulenten Ausstellungsstücken verleiht der Ausstellung ihre besondere Anmutung.