China, Dongguan 

Basketballstadion in Dongguan

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Wettbewerb 2006 – 1.Preis
Entwurf
Meinhard von Gerkan und Stephan Schütz mit Stephan Rewolle
Projektleiter
Katina Roloff
Mitarbeiter Entwurf
Yang Li, Linda Stannieder, Yin Chao Jie, Cao Ping, Marlene Törper, Zhou Bin
Mitarbeiter Ausführung
Cao Ping, Yang Li, Yin Chao Jie, Jenny Thia, Andreas Maue, Pan Xin, Matthias Wiegelmann, Johannes Erdmann, Clemens Döhler, Sun Lulu, Artur Platt, Zhou Bin, Li Ling
Tragwerksplanung
sbp - schlaich bergermann und partner, Stuttgart
Chinesisches Partnerbüro
CABR
Bauherr
Dongguan Civil Construction Administration Office
BGF
60.600 m²
Sitzplätze
14.730
Bauzeit
2009–2014

 

Fotografen:

Christian Gahl

www.christiangahl.com

gmp

www.gmp-architekten.de

In der südchinesischen Millionenstadt Dongguan wurde ein nach den Plänen der Architekten von Gerkan, Marg und Partner (gmp) realisiertes Basketballstadion realisiert. Die weithin sichtbare Landmarke verleiht dem neuen Stadtteil Liaobu Identität und gibt den Menschen Orientierung. Sowohl bei Sportveranstaltungen als auch bei anderen Events bietet das Stadion knapp 15.000 Besuchern Platz und ist die neue Hauptwettkampfstätte einer der erfolgreichsten chinesischen Basketballmannschaften, der Dongguan Leopards. Spätestens mit dem Einzug des als Nationalheld gefeierten Yao Ming in die US-amerikanische Basketballliga NBA begeistern sich zunehmend mehr Chinesen für Basketball.

Der Entwurf des Stadions transformiert Elemente des Basketballsports in vielfältiger Weise: Auf einem erhöhten Podium gelegen, erinnert der kreisrunde umlaufende Ring an die Form eines Basketballkorbs, an dem die netzartig gespannte Fassade befestigt ist. Der typische Orangeton des Balls taucht hinter der netzartigen Fassadenstruktur als Außenkörper der Arena auf und findet sich zudem in der Innenraumgestaltung wieder. Die stählerne Dachstruktur des Stadions hat einen Durchmesser von 157 Metern. Sie besteht aus einem äußeren, in der Höhe ondulierenden Druckring. An diesem sind 28 Bänder eingehängt, auf die zur Versteifung Fachwerkstrukturen aufgesetzt sind. Die Dachfläche ruht auf zickzackförmigen Stützen. Weltweit einmalig ist die zwischen Dach und Boden gespannte Seilnetzfassade aus Dreiecksmaschen mit Isolierverglasung.

Das Stadion ist von einem weitläufigen Park umgeben, der als Pufferzone zwischen den relativ lauten Straßen rund um das Gelände wirkt. Die Gestaltung der Landschaft generiert sich aus der Form des Stadions. Weite Grünflächen und geschwungene Wege an Wasserflächen umrunden das Stadion und dienen als Sport- und Freizeitbereiche.