Wettbewerb 2003 - 2. Preis und Beauftragung
(1. Preis wurde nicht vergeben)
Entwurf Volkwin Marg mit Marek Nowak
Partner Nikolaus Goetze
Projektleitung Christian Hoffmann
Mitarbeiter Entwurf Christoph Helbich, Mario Rojas Toledo, Michael König, Sven Greiser, Sebastian Hilke, Mark Jackschat
Mitarbeiter Ausführung Michael Haase, Stefan Menke, Franz Lensing, Björn Füchtenkord, Sven Greiser, Silke Flaßnöcker, Ebi Tang (cand.arch.), Jennifer Kielas (cand.arch.), Stephanie Krämer
Entwurfsbeteiligte Ingenieure:
Statik Schlaich Bergermann und Partner, Stuttgart
Bauherr Foshan Construction Bureau/Foshan Sports Bureau
Bauzeit 2004-2006
Sitzplätze Stadion ca. 36.000
Fotografen:
Christian Gahl
Mit der Entscheidung, das 12. Guangdong Province Sports Meeting im Jahr 2006 zum Anlass zu nehmen, Foshan mit einem neuen Stadtbild und hochmodernen Sportstätten zu versehen, macht die Stadt ihren Anspruch deutlich, ihren Einfluss und ihre Stellung in der prosperierenden Provinz Guangdong festigen und stärken zu wollen.
Die Sensation des Sportparks ist das in der Mitte liegende Stadion, das sich als ideale Großform des Kreises harmonisch in die Gesamtanlage einfügt. Der Kreis korrespondiert als richtungslose Idealform mit allen ihn umgebenen städtebaulichen und landschaftlichen Elementen.
Wie eine blühende Wasserrose im See liegt das kreisrunde Stadion im Park. Es bildet, auf einem Hügel liegend, die neue Landmarke in der Parklandschaft am Fluss. Der Park selbst bildet die gemeinsame grüne Fassung der unterschiedlichen Sportstätten wie Stadion mit Trainingsplätzen, dem Schwimm- und Turmsprungstadion mit Freibadbereich und den zusätzlichen Einrichtungen wie Parkplätzen, kleinen Pavillons etc..
Aus der Ferne zeichnet sich das neue Stadion mit seiner unverwechselbaren Silhouette ab, die im Süden der Stadt eine imposante, monumentale Form an die Uferpromenade in das Stadtbild des neuen Foshans einfügt.
Das Stadiondach entfaltet sich mit seiner weißen Membran wie eine strahlende Blüte. Seine Einmaligkeit erhält es durch das mit 120m x 180m größte Faltdach der Welt. Es lässt sich in der Mitte über dem Sportfeld innerhalb von nur zwölf Minuten schließen und das offene Stadion in eine geschlossene Arena verwandeln.
Im offenen Zustand des Stadions verschwindet das gesamte Innendach in einem großen Videokubus, der über dem Zentrum des Spielfeldes schwebt. Auf seinen Bildflächen ist das Geschehen bei Sport, Kultur oder Konzerten aus einer weiteren Perspektive für alle Zuschauer im Stadion im Detail erlebbar.
Dieser ganzheitliche Ansatz eines Daches, das sich weit über die normale Funktion eines Stadiondaches voll verschließen lässt, verbunden mit dem Videowürfel, der den Zuschauern ein weiteres detailliertes Bild des Geschehens übermittelt und darüber hinaus als Parkposition für das gesamte Innendach dient, ist die technische Besonderheit dieses Stadiondaches.











