China, Changzhou 

Changzhou Culture Center

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Wettbewerb 2012 – 1. Preis
Entwurf Meinhard von Gerkan und Nikolaus Goetze mit Magdalene Weiss
Partner China Wei Wu
Mitarbeiter Wettbewerb Martin Friedrich, Sebastian Schmidt, Kong Buhong, Jiang Lanlan, Yao Yao, Zhang Zhen, Gao Shusan, Dominika Gnatowicz, Sa Xiaodong
Tragwerksplanung schlaich bergermann und partner
Freiraumplanung WES & Partner
Bauherr Changzhou Jinling Investment and Construction Co., Ltd
BGF insgesamt 365.000 m²
BGF Bücherei 32.800 m²
BGF Kunsthalle 20.600 m²
BGF Wissenschafts- und Technikmuseum 18.300 m²
BGF Serviceeinrichtungen 37.300 m²
BGF unterirdisch auf 2 Ebenen 256.000 m²

 

Fotografen:

Crystal Digital Technology

Die Architekten von Gerkan, Marg und Partner (gmp) haben in einem internationalen Wettbewerb mit KSP – Jürgen Engel Architekten, Atelier Zhanglei, Arata Isozaki und weiteren führenden Architekturbüros laut Jury den ersten Preis für ein Kulturzentrum in der neu geschaffenen Stadtmitte Changzhous gewonnen. Mit insgesamt 365.000 Quadratmetern vereint der Neubaukomplex verschiedene Museen, wie z.B. das Kunst-, ein Wissenschafts- und Technikmuseum sowie eine Bibliothek zusammen mit Serviceeinrichtungen zum kulturellen Stadtteilzentrum im Xinbei Bezirk der drei Millionen Einwohner Stadt zwischen Wuxi und Nanjing.

Der Entwurf orientiert sich an der lokalen Kultur, indem er Bezug auf Changzhou als südchinesische Wasserstadt nimmt. Die in einem großen Bogen brückenartig auskragenden Gebäudemodule bestehen aus sechs 45 Meter hohen Pavillons, die im Innern durch ihre unterschiedlichen Funktionen architektonisch stark variieren, in ihrem Äußeren jedoch optisch eine Einheit bilden. So entsteht das Kulturforum unter einem gemeinsamen Dach. Die Kunstgalerie im Osten und das Wissenschafts- und Technikmuseum im Westen bilden gemeinsam die öffentliche Plaza im Zentrum von Changzhou. Mit Wasserspielen und großzügigen Landschaftsmotiven bietet sie eine hohe Aufenthaltsqualität und dient als Treffpunkt im Bezirk.
Unterirdisch befinden sich 256.000 Quadratmeter, die sich auf eine Tiefgarage sowie vielfältige Laden- und Verkaufsflächen aufteilen, durch Tiefhöfe belichtet sind und mit den Kultureinrichtungen in direkter Verbindung stehen. Ein diagonal durch das 17 Hektar große Grundstück führender Wasserlauf verbindet oberirdisch alle Funktionen miteinander und belichtet zudem die im Souterrain befindlichen Restaurantflächen.

Die Fassade nimmt in Material und Farbe Bezug auf die regionale Bautradition: grauer Schiefer schafft einen massiven äußeren Eindruck, während helle Oberflächen im Inneren der Gebäude mit weißen Elementen und transparente Glasfassaden einen starken Kontrast erzeugen.

Das Kulturzentrum wird die neue Stadtmitte und ihre Entwicklung mitprägen und spiegelt Changzhous Kombination aus traditionellem Stadtkern und moderner Metropole wider. Das große Dach verbindet die sechs Kulturpavillons und definiert somit den öffentlichen Raum für die Bürger von Changzhou.