China, Peking 

China Mobile International Information Port

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Internationaler Wettbewerb 2010 – 1. Preis
Entwurf Meinhard von Gerkan und Stephan Schütz mit Stephan Rewolle
Projektleitung Stephan Rewolle, Zhang Xiaoguang
Mitarbeiter Entwurf Simon Schetter, Xing Jiuzhou, Zhou Bin
Bauherr China Mobile
Arbeitsgemeinschaft mit China Architecture Design & Research Group
BGF 1,3 Millionen m²

 

Fotografen:

gmp

www.gmp-architekten.de

Im Nordwesten Pekings, nahe der Westberge und der Chinesischen Mauer liegt das 88 ha große Grundstück, auf dem in drei Phasen 1,3 Millionen qm Datencenter, Büros und Callcenter inklusive Servicefunktionen entstehen
sollen. Aufgabenstellung war die Entwicklung einer hochflexiblen und robusten Planungsstrategie, welche diverse Zukunftsszenarien integrieren kann.

Der vorgeschlagene Masterplan entwickelt sich an einer zentralen Parkachse von Süden nach Norden, alle Gemeinschaftsfunktionen sind entlang mäandrierender Wasserterrassen angeordnet. Die Grünanlagen bilden Rückrat und Orientierungsraum des Entwicklungsgebietes. Entsprechend dem sogenannten "fish bone"-Prinzip gliedern drei querende Campusalleen die Gesamtanlage in fußläufig erschließbare Büro-Cluster mit jeweils eigenem Wegenetz und Gemeinschaftszonen. Entlang der Alleen bilden achtundzwanzig 100 x 100 Meter große Gebäude-Quarrees mit grünen Erschließungshöfen das einheitliche aber flexible Grundmodul für die zukünftige Hochbauplanung. Der Maßstab und die kompakte Gebäudeform ermöglichen die Aufnahme einer Vielzahl verschiedener Nutzungen.

An den Gebäudefassaden wird grundsätzlich außen liegender Sonnenschutz verwendet. Je nach Himmelsrichtung verhindern vertikale oder horizontale Verschatter den Wärmeeintrag und generieren bedingt durch den Sonnenstand eine vielseitige Fassadengestaltung.

Der vorgeschlagene Entwurf bietet mit seiner Klarheit und rationalen Strenge eine dauerhafte Handlungsanweisung und Orientierung für zukünftige Planungsprozesse, so dass trotz vielfältigster Einflussfaktoren und mehreren
Bauphasen die ursprüngliche Entwurfsabsicht ablesbar bleibt.