China, Peking 

Chinesisches Nationalmuseum

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Wettbewerb 2004 – 1. Preis
Entwurf Wettbewerb Meinhard von Gerkan und Stephan Schütz mit Stephan Rewolle und Doris Schäffler
Entwurf Überarbeitung Meinhard von Gerkan und Stephan Schütz mit Stephan Rewolle
Projektleitung Matthias Wiegelmann mit Patrick Pfleiderer
Mitarbeiter Entwurf Gregor Hoheisel, Katrin Kanus, Ralf Sieber, Du Peng, Chunsong Dong
Mitarbeiter Ausführung Bao Wei, Johanna Enzinger, Anna Bulanda-J., Kong Jing, Andreas Goetze, Guo Fuhui, Mulyanto, Chen Yue, Zheng Xin, Gao Hua, Xing Jiuzhou, Helga Reimund, Tobias Keyl, Christian Dorndorf, Annette Loeber, Verena Fischbach, Jiang LinLin, Liu Yan, Mehrafarin Rubehi, Yoko Uraji, Lu Han, Xia Lin, Tian Jinghai, Uli Bachmann, Ajda Guelbahar, Iris Belle, Sabine Stage, Zhou Bin, Johannes Erdmann, Zhang Na, Chris Husmann, Guo Ce, Wang Yao
Chinesisches Partnerbüro CABR (Chinese Academy of Building Research), Peking
Lichtplanung Conceptlicht, Traunreut
Bauherr The National Museum of China
BGF 192.000 m²
Planungsbeginn 2004
Umplanung 2005
Grundsteinlegung 17. März 2007
Bauzeit 2007-2010

 

Fotografen:

Christian Gahl

www.christiangahl.com

Der Um- und Erweiterungsbau des Chinesischen Nationalmuseums vereint das ehemalige Chinese History Museum mit dem Chinese Revolutionary Museum. Das 1959 als eines von zehn bedeutenden öffentlichen Gebäuden fertig gestellte Bauwerk markiert am Platz des Himmlischen Friedens und in direkter Nachbarschaft zur Verbotenen Stadt bis heute einen Meilenstein in der neueren chinesischen Architekturgeschichte: Elemente chinesischer Bautradition treffen auf klassizistische, westliche Architektursprache.

Für den Um- und Erweiterungsbau dieses Gebäudes lud der Bauherr elf internationale Architekturbüros zum Wettbewerb ein, den die Architekten von Gerkan, Marg und Partner gemeinsam mit dem Büro CABR, Peking, gewannen. Im Oktober 2004 wurden gmp und CABR mit dem Bau beauftragt womit sie sich unter anderem gegen Foster and Partners, Kohn Peddersen Fox, OMA und Herzog & de Meuron durchsetzten.

Im Dialog mit dem Bauherrn wurde das Entwurfskonzept mit dem Ziel überarbeitet, den Museumsneubau in harmonischer Weise auf die Außenwirkung des Altbaus abzustimmen – jedoch gleichermaßen Alt und Neu unterscheidbar zu machen. So wurden die gestaffelten Dachtypologien der Gebäude am Platz des Himmlischen Friedens und in der Verbotenen Stadt am Neubau fortgesetzt, allerdings im Detail und Material differenziert.

Genauso wurden die für den Bestandsbau typischen Kollonaden und Fensterarchitekturen in eine zeitgemäße Formensprache übersetzt. Das endgültige Konzept wurde schließlich 2006 bestätigt und ab 2007 ausgeführt. Bereits im Sommer 2009 war der Umbau des nördlichen Altbaus abgeschlossen, im Frühjahr 2011 wurde das Nationalmuseum fertiggestellt.   

Das 192.000 m² große Nationalmuseum ist das größte Museum der Welt, mit dem Ziel, zum Schaufenster der Geschichte und der Kunst einer der ältesten Kulturen der Menschheit zu sein.