Deutschland, Frankfurt/Main 

Commerzbank Arena

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Wettbewerb 2000 – 1. Rang
Entwurf Volkwin Marg
Partner Hubert Nienhoff
Projektleitung Hajo Paap
Mitarbeiter Gutachten Holger Betz, Markus Pfisterer, Radek Pilarski, Angelika Steffens
Mitarbeiter Ausführungsplanung Katja Bernert, Holger Betz, Margret Böthig, Martin Glass, Rüdiger von Helmolt, Christa Hillebrand, Elke Glass, Brigitta Kortz, Babette Kowalsky, Annette Löber, Igor Markov, Gunnar Mueller, Matthias Rickert, Wilfried Schoo, Florian Schwarthoff, Ralf Sieber, Chris Hättasch, Daniel Lampe, Enno Behrens
Statik Krebs und Kiefer, Karlsruhe; Schlaich Bergermann und Partner, Stuttgart
Generalunternehmer Max Bögl
Bauherr Waldstadion Frankfurt am Main Gesellschaft für Projektentwicklung mbH
Bauzeit 2002–2005
Anzahl der Sitzplätze 48.000
Festdach über Tribüne 27.000 m²
Membran über Spielfeld (mobiles Innendach) 7.000 m²

 

Fotografen:

Heiner Leiska

www.leiska.de

Um das Stadion für die Fußballweltmeisterschaft 2006 zu rüsten und es je nach Witterungsverhältnissen in kurzer Zeit überdachen zu können, wird es mit einer Membran ausgestattet, die zusammengefaltet in der Mitte eines Seiltragwerks geparkt wird. Das materialsparende Prinzip dieses „Raffdaches“ wurde von Schlaich Bergermann und Partner entwickelt und ist seit mehreren Jahren in kleinerem Maßstab erprobt.

Das Stahlseil-Membrandach mit Spannweiten von bis zu 240 m gewährleistet trotz der vollständigen Tribünenüberdachung das einwandfreie Wachstum des Rasens. Der äußere Rand des Daches und die Kontur der Tribünen wurden im Grundriss geometrisch in Übereinstimmung gebracht. So entsteht einerseits eine optimierte Dachfläche und gleichzeitig ein günstiger Lastabtrag der Dachlasten in die Stützkonstruktion der Tribüne.

Ein Stahlelement bildet, ähnlich einem Speichenrad, den äußeren Druckring, die Felge. Am inneren Dachrand sind zwei Zugringe angeordnet, die durch 12 m lange Spreizstäbe auf Abstand gehalten werden. Die Verbindung zwischen den Zugringen und dem Druckring besteht aus 2 x 44 Radialseilen, die, ergänzt durch je sechs Hängeseile, die Seilbinder des Festdaches bilden. Von den Zugseilringen führen weitere 2 x 36 Radialseile zum Zentralknoten. An diesem Zentralknoten ist mittig über dem Spielfeld der Videowürfel befestigt, der seinerseits die Innendachmembran aufnimmt.

Der zylindrische Hüllkörper, der die zusammengelegte Membran schützt, öffnet und schließt sich beim Ausfahren des Daches wie eine Blüte.