Deutschland, Weimar 

Congress Centrum Neue Weimarhalle

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Wettbewerb 1997 – 1. Preis
Entwurf Meinhard von Gerkan mit Doris Schäffler und Stephan Schütz
Partner Hubert Nienhoff
Projektleitung Doris Schäffler, Stephan Schütz
Mitarbeiter Kemal Akay, Matthias Wiegelmann, Helga Reimund, Margret Böthig, Antje Pfeifer, Peter Bozic, Johannes Erdmann, Patrick Pfleiderer
Lichtplanung Conceptlicht, Traunreut
Bauherr Stadt Weimar
Bauzeit 1997 - 1999
BGF 20.000 m²
BRI 100.000 m³

 

Fotografen:

Hans-Christian Schink

www.hc-schink.de

Die Weimarhalle in der Klassikerstadt bildet mit der hellen Westfassade den Abschluss zur breiten Parkanlage an der Ilm. Die Halle ist transparent und offen konzipiert, um einen Ausblick in die Feiraum-Landschaft zu ermöglichen und wiederum von allen Seiten Einblicke in den Innenraum zu gewähren.

Im Gebäude ist der Saalbaukörper für Konzerte als ein eigenständiges Element frei angeordnet. Der große Saal lässt sich durch mechanisch verschiebbare Wände im Erd- und Obergeschoss öffnen und schließen: Auf diese Weise entsteht einerseits einhölzernes Haus im Haus und andererseits ein tageslichtdurchfluteter Veranstaltungssaal, der sich unterschiedlichen Nutzungen nicht nur räumlich-funktional sondern auch atmosphärisch anpasst. Um diesen Baukörper herum existieren großzügige Foyerflächen, die durch Glasfassaden vor allem zum Park wiederum die Beziehung vom Außen- zum Innenraum suchen.

Das gilt insbesondere für die Gastronomiebereiche, die in den westlichen Seitenarmen angeordnet sind. Dieses Motiv der Seitenarme, die das Gebäude symbolisch zum Park hin öffnen, ist der historischen Halle nachempfunden. Ebenso zeichnet der Entwurf die Kubatur der historischen Halle mit geringfügigen Veränderungen nach. Der südliche Hof wird zum Park durch ein Seminargebäude ergänzt, das separat genutzt werden kann. Beide Vorhöfe sind durch serpentinenförmige Rampenanlagen mit dem Park verbunden.