Deutschland, Hamburg 

Elbkaihaus

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Gutachten 1992
Entwurf
Volkwin Marg     
Partner
Klaus Staratzke
Projektleitung
Angelika Juppien, Susan Krause
Mitarbeiter
Gerlinde Venschott, Elke Hoffmeister, Iris van Hülst, Dagmar Winter, Marc Ziemons, Heike Ryll
Statik
RTI Rüter + Tessnow Ingenieure, Lüneburg
Generalunternehmer
Hochtief
Bauherr
GHL III – ein Unternehmen der HHLA-Gruppe
Bauzeit
1998–1999
BGF
12.720 m²
BRI
51.870 m³

 

Fotografen:

Gerhard Aumer

Juergen Schmidt

jürgen_schmidt_fotografie@gmx.de

Klaus Frahm

www.klaus-frahm.de

Das Elbkaihaus mit seiner breiten Glasfront zur Wasserseite der Elbe ist eine in seiner ursprünglichen Bausubstanz entkernte umgebaute Etagenkühlhalle von 1965. Dieser Umbau im Hamburger Fischereihafen Altona wurde 1999 fertiggestellt und bietet heute überwiegend jungen Computerfirmen Arbeitsplätze mit unverstellbarem Elbblick.

Das 130 m lange Gebäude, das parallel zum Elbstrom an der Kaimauer liegt, wurde in fünf Häuser gegliedert, die jeweils durch ein Treppenhaus mit einem Aufzug erschlossen werden. Im 1. und 2. Obergeschoss ist über die gesamte Länge der Halle eine Stahl-Glas-Fassade vorgehängt, die den Büros einen weiten Ausblick auf Elbe und Hafen beschert. Offen, hell und transparent wirken die neu eingezogenen Galerieebenen.  Durch gläserne Wände gelangt Tageslicht an alle Arbeitsplätze. Variabel strukturiert ermöglicht das Bürohaus im Innern die Einteilung in unterschiedlich große Mieteinheiten.

Farblich wirken die leuchtend rot akzentuierten Wände der Erschließungskerne als edler Kontrast zu den schwarzen Fensterbändern und den dunklen, filigran wirkenden Stahltreppen. Die authentischen Pilzkopf-Säulen, nur mit einer Lasur versehen und in ihrem ursprünglichen Grauton gehalten, erinnern im Gebäude noch an die Konstruktion des Stahlbetonskeletts.

Diese Betonskelettkonstruktion und die Statik des Gebäudes blieben beim Umbau zum großen Teil unverändert. Die ehemalige Dachkonstruktion wurde entfernt. Da die Stützen der Elbseite des Hauses einst die Last von fünf Halbportalkränen in einer Doppel-T-Trägerschiene trugen, hängen die Obergeschosse des Gebäudes an Überzügen.  Sie wurden beim Umbau freigelegt.

Markantes Wahrzeichen des Elbkaihauses sind zwei restaurierte jeweils 71 Tonnen schwere und 30 Meter hohe Halbportalkräne.  Sie korrespondieren mit den drei weißen Ladebalkonen an der Wasserseite des Elbkaihauses und erinnern an die maritime Tradition des umgebauten Kühlhauses mit Fischauktionshalle.