Deutschland, Hamburg 

Erweiterungsneubau Headquarter Gebr. Heinemann

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Entwurf Volkwin Marg und Jürgen Hillmer mit Stephanie Joebsch
Projektleitung Wettbewerb und Ausführung Andreas Weihnacht
Wettbewerb Tanja Hütter, André Wegmann, Katja Mezger, Achim Wangler
Ausführung André Wegmann, Angela Schmidtutz, Radmilla Blagovcanin, Hendrik Winter, Monika Sallowski, Renata Dipper, Gabi Kottsieper, Tom Schülke, Christoph Pyka, Kenneth Wong
Baumanagement Raimund Kinski, Julia Weinert, Som Phone Sysavanh, Annette Walczynski, Andreas Schulz, Katja Poschmann, Natascha Stadtmüller
HafenCity-Zertifizierung Urs Wedekind
Tragwerksplanung Weber-Poll, Hamburg
Haustechnik Winter-Ingenieure, Hamburg
Brandschutz Hahn Consult
Lichtplanung Schlotfeldt Licht, Hamburg
Bauherr Handelsunternehmen Gebr. Heinemann SE & Co. KG
BGF 9.700 m²

 

Fotografen:

Marcus Bredt

www.marcusbredt.de

Als Ensemble aus Zeitzeugen des 19., 20. und 21. Jahrhunderts setzt dieser dritte Bauteil ein markantes städtebauliches Signal: Vor der Kulisse der HafenCity ergänzt der neue Erweiterungsneubau des Headquarters von Gebr. Heinemann auf einer Grundstücksfläche von 1.286 Quadratmeter zwei bereits bestehende Gebäude zwischen dem Magdeburger Hafen und der Shanghaiallee. Der Neubau mit Erd- und Galeriegeschoss, acht folgenden Büroetagen sowie zwei Tiefgaragenebenen ist nach den Anforderungen des Gold-Standards „Nachhaltiges Bauen in der HafenCity“ realisiert worden.

Das Gebäude an der Koreastraße 5 zeichnet sich besonders durch seinen Bezug zum Wasser aus. Als nördlicher Abschluss bildet die Außenwand zugleich das Ufer des Fleets und überragt dieses um 42 Meter. Die Verbundenheit zu dem maritimen Hamburger Stadtteil ist durch die Historie des Unternehmens begründet: Das Traditionsunternehmen Gebr. Heinemann wurde an diesem Standort im Jahr 1879 als Schiffsausrüster gegründet. Als Referenz für die Weltgewandtheit des bis heute international agierenden hanseatischen Handelshauses versteht sich der Erweiterungsneubau: Unmittelbar neben dem Heinemann-Speicher positioniert, fügt er sich mit seiner ortstypischen Fassade aus Backstein und Glas, einem vertikalen Fassadenrelief sowie seiner geschossübergreifenden vertikalen Fenstergliederung in sein Umfeld ein. Insbesondere in dem westlich an das Unternehmensareal angrenzenden Maritimen Museum findet der neue Baukörper ästhetisch sowie formal ein Pendant und spiegelt die traditionelle Stabilität des Quartiers wider. Elemente wie die historischen Einbringungsöffnungen der Speicher mit großen verglasten Fensterbereichen werden dabei neu interpretiert. Durch eine zeitlose Architektur in Form einer spannungsreichen Kubatur vermittelt der Bau mit großzügigen, terrassierten Flachdächern zwischen den unterschiedlichen Traufhöhen der Nachbarbebauung. Durch eine gläserne Verbindung ist der neue und dennoch eigenständig nutzbare Trakt an die flankierende Unternehmenszentrale angeschlossen. Das Gebäude ist durch einen zentralen Erschließungskern zugänglich. Die Büroflächen sind um eine innenliegende Mittelzone organisiert, die Gemeinschaftsräume wie sanitäre Anlagen beherbergt. Im transparent gestalteten Erdgeschoss befinden sich neben dem Mitarbeiterzugang das Museum Gebr. Heinemann sowie Ladenflächen. Die Grundrissaufteilung ist im Sinne des Bauherren in den oberen Geschossen auf größtmögliche Flexibilität ausgerichtet. So können hier Großraum- und Einzelbüros individuell realisiert werden.