Deutschland, Hannover 

EXPO-Halle 8/9

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Wettbewerb 1997 – 1. Preis
Entwurf Volkwin Marg und Jörg Schlaich
Projektleitung Torsten Hinz, Marc Ziemons
Mitarbeiter Ahmet Alkuru, Matthias Holtschmitt, Stephanie Joebsch, Thomas Schuster, Knut Maass, Stephan Nixdorf, Andrea Vollstedt
Bauleitung Harms und Partner, Hannover
Statik schlaich bergermann und partner, Stuttgart
Bauherr Deutsche Messe AG
Bauzeit 1998–1999
Hallengröße Halle 8 100 m x 120 m x 8,7 m
Hallengröße Halle 9 13 7m x 240 m x 26 m

 

Fotografen:

CS-W

Heiner Leiska

www.leiska.de

Juergen Schmidt

jürgen_schmidt_fotografie@gmx.de

Eine Halle von 135 mal 235 Metern wird stützenfrei von einer fast nur zugbeanspruchten stählernen Hängekonstruktion überdacht, die eine Premiere in dieser Form und eine äußerste Minimierung des Materials darstellt.

Der in nur 10 Monaten errichtete Neubau ersetzt die alten Messehallen 8 und 9 an gleicher Stelle, die nicht mehr zeitgemäß waren. Die nicht natürlich belichtete Halle 8 mit ihrer begehbaren Dachfläche verbindet gleichzeitig Treppe und Brücke zur EXPO-Plaza und vermittelt zur "Allee der Vereinigten Bäume" hin.

Die allseitig tageslichtdurchflutete Halle 9 wird von einer fünfschiffigen, scheinbar schwebenden Dachkonstruktion über 105 m stützenfrei überspannt. Die fünf Hauptträger sind wie Hängebrücken konstruiert, mit Tragseilen, Hängerseilen, Böcken als Mast und jeweils einem dicken Rohr als Druckriegel. Dieses wurde mit seinen rund 70 cm Durchmesser in zwei Hälften mit je rund 70 Metern Länge auf die vorgesehene Höhe angehoben und auf die Gelenkkugel des Bockes gesetzt. Als eigentliches Tragsystem für die Dachfläche dienen Hängebänder aus Flachstahl mit gegengekrümmten Stabilisierungsseilen.

In der aus Holzkästen bestehenden, leicht konstruierten Dachfläche befinden sich sämtliche Verteilinstallationen der Haustechnik mitsamt der Klimatisierung, deren vertikale Verbindung zur Technikzentrale durch gläserne Steigeschächte gebildet wird.