Deutschland, Schwerin 

Fachhochschule des Bundes

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Wettbewerb 1. Preis (1993)
Entwurf 1993 Meinhard von Gerkan mit Walter Gebhardt
Entwurf 1996 Meinhard von Gerkan, Mitarbeiter: Philipp Kamps
Projektpartner Klaus Staratzke
Projektleitung Walter Gebhardt
Mitarbeiter Ausführung Eva Wtorczyk, Stefanie Driessen, Carsten Plog, Kerstin Steinfatt, Thomas Grotzeck
Bauleitung Wolf-Ulrich Berthier, Christian Kleiner
Haustechnik Flienert und Runge, Eckernförde
Tragwerksplanung Assmann GmbH, Hamburg
Freianlagen WES, Hamburg
Bauzeit 1998-2000
Bauherr Bundesanstalt für Arbeit, Nürnberg
BGF 19.000 m², davon 9.702 m² Schulgebäude
BRI 38.000 m³ (Schulgebäude)
BRI 66.000 m³ (insgesamt)
Internat 300 Zimmer

 

Fotografen:

Gerhard Aumer

Klaus Frahm

www.klaus-frahm.de

Das Studium am neu eingerichteten Fachbereich "Arbeitsverwaltung" dauert insgesamt 18 Monate. Die Studierenden sind während des Grundstudiums 6 Monate am Fachbereich anwesend; die übrigen Abschnitte des Studiums sind in zeitlichen Abschnitten von jeweils 3-4 Monaten vorgesehen. Von Mitte Juli bis Anfang September ruht der Studienbetrieb.

Der Neubau dieser Dependance der Fachhochschule gliedert sich in die drei Bereiche Lehre und Verwaltung, lnternat, Freizeit. Die landschaftliche Situation mit ihrem schönen Ausblick, der bewegten Topographie, jedoch einer uneindeutig strukturierten städtebaulichen Situation, legte es nahe, für die Fachhochschule eine klare, eigenständige Raumsituation zu definieren. Der Entwurf schafft daher durch die Anordnung der Baukörper einen parkartigen, großen Platzraum, auf den sich alle Teile der Anlage beziehen.

Die Wohn- und Freizeitbereiche sind in freistehenden Langhäusern untergebracht; alle übrigen Programmteile befinden sich in dem hufeisenförmigen Haupthaus. Die differenzierte Gliederung der Baukörper, ihre mäßige Bauhöhe sowie die vereinheitlichende Typologie geneigter Dächer entspricht dem Maßstab des Ortes und der Umgebung. Die an sich strenge und einfache Baukörperkonfiguration wird durch die Abhängungen der begehbaren horizontalen Verschatter gegliedert und sowohl in der räumlichen Erlebnisqualität wie in der Fassadengestaltung auf diese Weise differenziert.

Der große Anteil des regenerierbaren Baustoffes Holz, die Reduzierung des Energieverbrauches durch eine große Speichermasse, konstruktiver Sonnenschutz durch Dachüberstände und außen liegende Verschatter, eine Minimierung der mechanischen Be- und Entlüftung zu Gunsten einer natürlichen Lüftung sowie eine offene Wasserhaltung zur Rückhaltung von Oberflächen- und Stauwasser geben dem Bau die für eine Fachhochschule notwendige Vorbildfunktion für ökologisches Bauen.