Deutschland, Hamburg 

Flughafen Hamburg, Terminal 1

arrowBildübersichtarrow

Wettbewerb 1986 – 1. Preis
Entwurf Meinhard von Gerkan, Jürgen Hillmer und Karsten Brauer
Partner Jürgen Hillmer
Projektleitung Nicolai Pix
Team Markus Helmin, Annett Ohm, Vita Römer, Radmilla Blagovcanin, Amra Sternberg, Dirk Tietgen, Maike Carlsen, Anne-Britt Springer, Susi Schlanze-Hünerbein, Jens Niemann, Ilse Gull, Claudia Weitemeier, Klaus Hoyer, Renata Dipper, Ralf Preuss, Thomas Damman, Peter Autzen, Detlef Krug, Thomas Stüwe, Stephan Berndt, Thomas Kühn, Stephan Schindler, Eduard Schneider
Statik Planungsgemeinschaft Flughafen
Kockjoy + Partner und Weber · Poll
Lichtplanung Lichtplanungsbüro Andres
Haustechnik Ridder, Meyn, Nuckel
Bauherr Flughafen Hamburg GmbH
Planungsbeginn Dezember 1999
Bauzeit 2001–2005
BRI 375.000 m³

 

Fotografen:

Michael Penner

Oliver Heissner

www.oliverheissner.net

 

Weiterführende Links:

Flughafen Hamburg, Terminal 2
Parkrotunde P2 am Flughafen Hamburg
Flughafen Hamburg, Airport Plaza
Große Parkrotunde am Flughafen Hamburg

Mit diesem Gebäude wird der zweite Teil der im Architekturwettbewerb von 1986 mit dem ersten Preis ausgezeichneten Konzeption realisiert. In den 15 Jahren, die zwischen dem Wettbewerb und diesem zweiten Bauabschnitt liegen, hat sich insbesondere hinsichtlich der funktional-betrieblichen und der wirtschaftlichen Anforderungen einiges geändert. Das städtebauliche Konzept jedoch, das von Anfang an drei Terminals mit einer davor liegenden Pier als zusammenbindendes "Rückgrat" der gesamten Anlage vorsah, hat sich auch über den langen Zeitraum als tragfähig erwiesen.

Die Neubauten – Terminal 1 und die geplante Shopping Plaza – setzen die gestalterische Linie des bestehenden Terminals 2 fort und sind zusammen mit diesem auf ein erwartetes Passagiervolumen von ca. 13,5 Mio. ausgelegt.

Die geschwungenen Dächer der Terminalgebäude fassen die Abflugebene mit den sich nach oben staffelnden Laden- und Besucher- sowie Restaurant- und Loungeebenen zu einem großen räumlichen Kontinuum zusammen. Form und Konstruktion des Daches stellen eine Analogie zu Flugzeugtragflächen dar. Diese dynamisch geformte Stahlkonstruktion aus räumlichen Fachwerkbindern steht in bewusstem Gegensatz zu den monolithischen, seitlichen Gebäudescheiben.

Trotz der freien Stützweite von 62 m ist das Dach eine leichte und wirtschaftliche Konstruktion. Glasoberlichter sorgen für die gewünschte Tageslichtqualität der Hallen und lassen von unten die Konstruktion im Gegenlicht ablesbar werden. Um diese architektonisch voll wirksam werden zu lassen, bleibt der Stahl unverkleidet und ist gestrichen.

Durch eine große halbkreisförmige Deckenöffnung mit Fahrtreppen und einer festen Treppe nehmen auch die ankommenden Reisenden auf der unteren Ebene an dem eindrucksvollen Raumerlebnis der Abflughalle auf der oberen Ebene teil.