Deutschland, Hamburg 

Flughafen Hamburg, Terminal 2

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Wettbewerb 1986 – 1. Preis
Entwurf Meinhard von Gerkan und Karsten Brauer
Mitarbeiter: Ahmet Alkuru, Thomas Bieling, Renata Dipper, Rüdiger Franke, Sabine von Gerkan, Jürgen Hillmer, Klaus Hoyer, Berthold Kiel, Christian Kleine, Franz Merkel, Marion Mews, Christiane Pontow, Georg Ritschl, Thomas Rinne, Uwe Schümann, Christel Timm-Schwarz, Uwe Welp, Peter Autzen, Kerstin Bode, Karl-Heinz Follert, Tilman Fulda, Winfried Gust, Torsten Hinz, Eunice Jenye, Christian Kleiner, Hans-Hermann Krafft, Sabine Müller, Damir Perisic, Sabrina Pieper, Gisela Rhone-Venzke, Anette Seelemann, Gisbert von Stülpnagel, Wolf Tegge, Evgenia Werner
Tragwerksplanung ARGE Kockjoy - Schwarz + Dr. Weber
Lichtplanung Lichtplanungsbüro Andres
Technische Gebäudeausrüstung Ridder-Meyn; Schmidt Reuter; Heermann-Sadowsky + Partner
Projektmanagement Drees + Sommer
Bauherr Flughafen Hamburg GmbH
Bauzeit 1990–1993
BRI 430.103 m³

 

Fotografen:

Bernadette Grimmenstein

Christoph Gebler

fotodesigngebler.de

Heiner Leiska

www.leiska.de

Klaus Frahm

www.klaus-frahm.de

Michael Penner

 

Weiterführende Links:

Flughafen Hamburg, Terminal 1
Flughafen Hamburg, Airport Plaza
Große Parkrotunde am Flughafen Hamburg
Parkrotunde P2 am Flughafen Hamburg

Die Flugzeugspange bildet das zusammenbindende „Rückgrat“ der gesamten Anlage. Die quer zur Spange angeordneten Gebäudescheiben bilden strukturelle Zäsuren, um der landseitigen Bebauung mit unterschiedlichen Architekturelementen eine einheitliche Fassung zu geben, ein städtebauliches Ordnungsprinzip ohne vorzeitige Festlegung weiterer Entwicklungen.

Der Terminal 2 ist als weite luftige und tageslichtdurchflutete Halle konzipiert. Das große geschwungene Dach fasst die Abflugebene mit den sich nach oben staffelnden Laden- und Konferenz- sowie Restaurant- und Besucherebenen zu einem großen räumlichen Kontinuum zusammen. Form und Konstruktion des Daches stellen eine Analogie zu einer Flugzeugtragfläche her. Diese dynamisch geformte Stahlkonstruktion steht im bewussten Gegensatz zu den monolithisch blockhaften Gebäudescheiben, die den Hallenraum seitlich begrenzen.

Das Dach überspannt mittels sieben Fachwerksbindern eine Fläche von 75 x 101 m. Über diagonal gespreizte Stützenpaare wird die Dachlast auf zwölf unten eingespannte Betonstützen abgeleitet. Trotz der lichten Spannweite von 62 m ist das Dach eine leichte und wirtschaftliche Konstruktion, die ohne Fugen als einheitliche Schale ausgebildet ist. Glasoberlichter sorgen für die gewünschte Tageslichtqualität der Halle und lassen von unten die Konstruktion im Gegenlicht ablesbar werden. Um die Konstruktion architektonisch voll wirksam werden zu lassen, bleibt der Stahl unverkleidet und wird gestrichen.