Deutschland, Frankfurt/Main 

Frankfurt 21 - Projektstudie

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Projektstudie zur Umwandlung des Hauptbahnhofs und des Bahnhofsareals

Studie 1996
Entwurf Meinhard von Gerkan mit Joachim Zais
Mitarbeiter Olaf Schlüter, Angelika Schneider, Stefan Schwappach
Fläche 138 ha

 

Fotografen:

gmp Architekten

www.gmp-architekten.de

Michael Stumpfe

Nach dem neuen Verkehrskonzept der Deutsche Bahn AG wird auch in Frankfurt – wie schon in Stuttgart – der oberirdische Kopfbahnhof aufgegeben, um stattdessen 20 m tiefer einen Durchgangsbahnhof zu installieren; das denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude wird dabei selbstverständlich erhalten. Dazu werden die Fußpunkte der historischen Hallenkonstruktion in ihrem Raster auf eine neue Tragkonstruktion aufgelagert, die einem Viadukt ähnelt. So bestimmt eine markante Konstruktion den Bau formal und nimmt Treppen, Rollsteige und Brücken zur Erschließung der Bahnsteige auf - aus dem vermeintlichen Nachteil der Tieflage entsteht ein städtischer Erlebnisraum.

Dieser ist Beginn eines neuen, 3 km langen und 180 m breiten "Central Parks" auf dem Gelände der Gleisanlagen zwischen Hauptbahnhof und Gleisdreieck. Dessen Randzone wird durch eine verdichtete Bebauung betont und am Gleisdreieck durch zwei Punkt-Hochhäuser abgeschlossen. Am Bahnhof wird der Park dagegen durch einen städtischen Platz gefaßt, der einen neuen Anknüpfungspunkt an die Messe bildet.

Die Aufgabe der Gleisfelder des Hauptgüterbahnhofes bis zum Rebstockpark ermöglicht die Anlage eines 60 m breiten, grünen "Messeboulevards" – in östlicher Richtung als Verbindung zur Innenstadt, in westlicher mit einem städtischen Platz als Abschluß.