Deutschland, Hamburg 

Große Parkrotunde am Flughafen Hamburg

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Entwurf Meinhard von Gerkan und Jürgen Hillmer, 2002
Projektleitung Ralf Schmitz, Maren Lucht
Mitarbeiter Stefan Brasick, Sylke Hoffmann, Tanja Gutena
Statik Anselment und Möller Tragwerksplanung
Bauherr Hamburger Flughafengesellschaft
BGF 62.650 m²
Bauzeit 2003–2004

 

Fotografen:

Michael Penner

Oliver Heissner

www.oliverheissner.net

Die zehngeschossige Parkrotunde mit insgesamt 2.115 Stellplätzen ist integraler Bestandteil des städtebaulichen Gesamtkonzepts der Flughafenerweiterung. Wie auch die bereits vorhandene Kleine Parkrotunde dient sie als städtebaulicher Drehpunkt. Die beiden zylindrischen Parkhäuser nehmen die Traufhöhe der Terminalgebäude auf, verstellen diese jedoch nicht, so dass eine einfache Orientierung mit offenen Blickbezügen gegeben ist.

Die Große Parkrotunde hat einen Durchmesser von 92 m und eine Höhe von 29 m. Der Baukörper stellt sich nach außen als Schichtung von filigranen Deckenplatten auf Rundstützen dar, wobei eine vorgehängte Teilfassade aus verzinkten Gitterrosten die Ansicht variiert. Diese licht- und luftdurchlässige Stahlfassade ist gleichzeitig eine radartechnisch wirksame Dämpfung.

Das Haupt- und Sicherheitstreppenhaus ist der Fassade mit Abstand vorgelagert und über eine einseitig verglaste Brücke mit den Parkebenen verbunden. Drei Fluchttreppenhäuser sind als vertikale Zäsuren leicht in die Kreisgeometrie hineingeschoben. Zur natürlichen Belichtung bestehen alle Treppenhausfassaden teilweise aus Glasbausteinen. Mit dem PKW erreicht man die zehn Parkebenen über die beiden im Kern befindlichen gegenläufigen Spiralen. Diese mittige Erschließung minimiert die Verkehrsfläche und optimiert die Ausnutzung der Geschossflächen. Darüber hinaus dienen die beiden Zylinderhalbschalen als Aussteifung. Durch die im Grundriss spiralförmig ansteigenden Platten sind sie biegesteif miteinander verbunden.