Deutschland, Hamburg-Speicherstadt 

Hauptverwaltung der HHLA, Bei St. Annen 1

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Entwurf Volkwin Marg mit Reiner Schröder
Partner Klaus Staratzke
Projektleitung Heiner Gietmann, Angelika Juppien
Mitarbeiter Anja Bartkowiak, Knut Maass, Jutta Kaufhold, Marina Hoffmann, Mariachiara Breda, Meike Schmidt, Bernd Kottsieper, Kerstin Falke, Elisabeth Mittelsdorf, Andrea Vollstedt, Michèle Watenphul, Imke Siewert, Maja Gorges, Dirk Vollrath
Statik Windels Timm Morgen
Statik Glasdach schlaich bergermann und partner; WTM Engineers
Haustechnik Pinck Ingenieure
Lichtplanung Lichtplanungsbüro Andres
Bauherr HHLA Hamburger Hafen- und Lagerhaus AG
BGF 10.770 m²
Bauzeit 2000–2002

 

Fotografen:

Juergen Schmidt

jürgen_schmidt_fotografie@gmx.de

Das repräsentative Neorenaissance-Gebäude Bei St. Annen 1 in der Hamburger Speicherstadt von 1904 hebt sich als "Rathaus der Speicherstadt" mit seinem hellroten Verblendmauerwerk, den dekorativen Gliederungen aus Sandstein sowie den verzierten Giebeln und Türmen opulent von den umgebenden schlichteren Speicherbauten ab.

Die angrenzenden Speicher Holländischer Brook 4, 5 und 6 wurden seit Jahren als notwendige Erweiterungen für Bürozwecke genutzt. Entstellende Einbauten, schlechte interne Verbindungen und der Wunsch der HHLA, ein vorbildliches Beispiel für den Umbau der als Baudenkmal geschützten Speicherstadt zu setzen, waren der Grund für eine Synthese unterschiedlicher alter Bauten und Baustile. Der verbindende Zentralraum zwischen Verwaltungs- und Speicherbau ist der in eine haushohe Halle umgewandelte ehemalige Lichthof. Gläsern überdacht und mit einem Glaslift ausgestattet ist er eine polystilistische Synthese aller vorgefundenen eklektischen Stilelemente und vorgefundenen Baustoffe, wie Holzskelett der Speicher, glasierte Klinker, Schiefer, Kupfer, polierte Granitsäulen, Terrakottakacheln, Gusseisensäulen und Stuck des Speicherrathauses.

Die Speicherböden waren aufgrund  niedriger Decken und mangelnden Tageslichts für eine Büronutzung bisher wenig geeignet. Der neue, dreibündige Grundriss erlaubt Einzelbüros zu beiden Seiten des Gebäudes. Glastrennwände mit schmalen Stahlprofilen und helle abgehängte Deckenfelder zwischen dem vorhandenen Holztragwerk lassen die Büroräume lichter und weiter erscheinen. Im Innenbereich wurden Decken entfernt, um optische Bezüge zwischen den einzelnen Böden der Speicher zu ermöglichen und diese kommunikativ zu verbinden. Offene Treppen verkürzen die internen Wege. Die Vielfalt der architektonischen Inszenierung hat einen stimulierenden Reiz für die Belegschaft der HHLA im umgebauten Ensemble.