Deutschland, Hamburg-Speicherstadt 

Kesselhaus

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Entwurf Volkwin Marg und Klaus Staratzke
Projektleitung Hakki Akyol
Mitarbeiter Maren Lucht, Max Magis, Evgenia Werner, Bettina Groß, Monika Edzards
Statik schlaich bergermann und partner, Stuttgart; J. Baseler, Hamburg
Bauherr HHLA, Hamburger Hafen- und Lagerhaus Aktiengesellschaft
Bauzeit 2000–2001
BGF 1.335 m²
BRI 6.275 m³

 

Fotografen:

Klaus Frahm

www.klaus-frahm.de

Das ehemalige Kesselhaus – am 3. März 1888 in Betrieb genommen – war das erste Hamburger Dampfkraftwerk. Das in neugotischem Stil gestaltete und mit rotem Backstein gebaute Kraftwerk ist Teil des denkmalgeschützten Gesamtensembles Speicherstadt. Die historische Reminiszenz wird durch die abstrahierte Hülle zweier 16 Tonnen schwerer Stahlschornsteine hergestellt. Diese 20 m hohen Konstruktionen vervollständigen die historische Silhouette des alten Kesselhauses. Nachts werden sie durch Scheinwerfer in den gemauerten Schornsteinköpfen von innen beleuchtet.

Das Erdgeschoss des im Westen gelegenen Gebäudeteils wird als Foyer genutzt. Über eine Brücke durch den Sockel des westlichen Schornsteins gelangt man in die 300 m² große Ausstellungshalle mit Café, in der das Modell der HafenCity ausgestellt ist. Der restaurierte offene Dachstuhl aus einer Stahlbinderkonstruktion mit Holzschalung prägt den lichtdurchfluteten Ausstellungsraum. Im Osten der Halle schließt der hohe Raum des ehemaligen Akkumulatorenhauses an. Er bleibt mit seiner vertikalen Proportion und dem Blick bis in den Dachstuhl erhalten und wird für Präsentationen und Projektionen genutzt.

Sämtliche Stahlturmelemente, d.h. Stäbe und Ringe und Sockel, wurden werkseitig dublexbeschichtet, d.h. verzinkt und einfach beschichtet. Die werkseitige Beschichtung wurde in der Farbe RAL 7021, Schwarzgrau mit Perlglimmeranteil ausgeführt. Nach Montage, d.h. Verschraubung von Stäben und Ringen und Einheben in zwei sog. Schüssen, wurde der Deckanstrich nachgebessert.