Deutschland, Mannheim 

Kunsthalle Mannheim

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Internationaler Wettbewerb 2012 – 1. Preis
Entwurf Meinhard von Gerkan und Nikolaus Goetze mit Volkmar Sievers
Projektleitung Wettbewerb
Di Miao
Mitarbeiter Wettbewerb
Ulrich Rösler, Mira Schmidt, Steffen Lepiorz, Liselotte Knall, Kai Siebke, Frederik Heisel
Mitarbeiter 3D und Visualisierung
Markus Carlsen, Tom Schülke, Jens Schuster, Christoph Pyka, Kenneth Wong
Projektleitung Ausführung
Liselotte Knall, Kerstin Steinfatt
Mitarbeiter Ausführung
Anna Falkenbach, Ulrich Rösler, Raimund Kinski, Amra Sternberg, Viktoria Wagner, Hanna Diers, Michèle Watenphul
Bauherr
Stiftung Kunsthalle Mannheim
BGF 17.366 m² (13.207 m² oberirdisch, 4.159 m² unterirdisch)

 

Fotografen:

gmp Architekten

www.gmp-architekten.de

Der neue Museumsbau am Mannheimer Friedrichsplatz schließt an das historische Jugendstilgebäude an und ist konzeptionell als „Stadt in der Stadt“ entwickelt. Innerhalb einer einfachen Gesamtkubatur sind einzelne Baukörper für Ausstellungs- und Funktionsräume zu einer lebhaften Komposition zusammengefasst. Sie umschließen ein zentrales Atrium und sind über Galerien, Terrassen und Brücken miteinander verbunden. In Analogie zu den raumbildenden Elementen der Stadt – Haus und Block, Straße und Platz – entstehen auf diese Weise abwechslungsreiche Rundgänge durch geschlossene und offene Räume mit variierenden Ein- und Ausblicken.

Im Stadtraum erhält die Kunsthalle – wie bei ihrer Gründung vor hundert Jahren geplant – zur Parkanlage des Friedrichsplatzes eine repräsentative Schauseite. Von dort aus erreichen die Besucher über den neuen Haupteingang das zentrale Atrium. Es bildet den Ausgangs- und Orientierungspunkt für die Rundgänge durch Sonderausstellungen und stetig wechselnde Sammlungspräsentationen auf drei Ebenen, von denen zwei mit dem Altbau verbunden sind. Das Ausstellungkonzept sieht große Räume mit Lichtdecken vor, die sich variabel bespielen lassen, sowie einzelne Kuben mit Seitenlicht und eine große Aussichtsterrasse, die eigens für die bedeutende Skulpturensammlung des Museums konzipiert wurde. Im zweiten Obergeschoss ist ein Dachgarten in den Rundgang integriert, von dem aus sich der Ausblick über den Friedrichsplatz eröffnet. Die Fassaden sind von einem transparenten Metallnetz aus beschichtetem bronzefarbenem Edelstahl umhüllt, das die Gesamtkubatur definiert und sich farblich respektvoll an den Sandstein der Umgebung anlehnt.

Architekturfilm
Hans-Georg Esch & Oliver Schwabe