China, Shenzhen 

Messe- und Kongresszentrum Shenzhen

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Internationaler Realisierungswettbewerb 2001 - 1. Preis
Entwurf Volkwin Marg mit Marc Ziemons
Partner Nikolaus Goetze
Projektleitung Marc Ziemons, Thomas Schuster
Mitarbeiter Susanne Winter, Dirk Balser, Carsten Plog, Katja Zoschke, Karen Seekamp, Yingdi Wang, Wei Wu, Martina Klostermann, Iris van Hüst, Flori Wagner, Tina Stahnke, Marina Hoffmann, Heike Kugele, Otto Dorn, Jeanny Rieger
Chinesisches Partnerbüro China Northeast Architectural Design Institute, Shenzhen
Bauherr Shenzhen Convention & Exhibition Center
Statik
Schlaich Bergermann und Partner, Stuttgart
Haustechnik HL-Technik, Hamburg
Landschaftsplanung Breimann & Bruun, Hamburg
Bauzeit 2002-2004/2005
BGF 256.000 m²

 

Fotografen:

Christian Gahl

www.christiangahl.com

Jan Siefke

www.jansiefke.de

Das Bauprogramm der neuen Messeanlage inmitten der jungen Stadt Shenzhen erfordert in besonderem Maße eine Synthese von Städtebau, Architektur und Konstruktion zu einer ganzheitlichen Struktur mit urbaner Kompaktheit.

Die gesamte Ausstellungsfläche befindet sich auf einer Ebene mit einem rechteckigen Grundriss von ca. 280 m x 540 m. Die erhöhte Eingangs- und Besucherplattform auf einer Höhe von 7,50 m über dem Ausstellungs- und Straßenniveau erlaubt die separate Erschließung einzelner Hallen oder zusammengefasster Hallenkomplexe. Dieses durch die Höhenlage völlig von der Ausstellerlogistik getrennte Erschließungssystem in der Mittelachse der Hallen erlaubt eine beliebige Zuordnung von Hallenabgängen und verschafft den Besuchern einen leichten Überblick über das Ausstellungsgeschehen.

Entlang dieser Mittelzone sind in Abständen von 30 m große, stählerne A-förmige Bock-Konstruktionen angeordnet. Sie ragen fast 60 m in die Höhe und stemmen das 360 m lange, 60 m breite und 20 m hohe Kongressgebäude um mehr als 15 m über die eigentliche Hallenkonstruktion. Die A-Böcke sind rahmenartig versteift und untereinander zur Stabilisierung verbunden.

Das röhrenförmige Kongressgebäude schwebt über den Ausstellungshallen und kann je nach Wunsch separat, in halber Größe oder in Kombination mit den Ausstellungen betrieben werden.

Das SZCEC erinnert mit über 540 m Länge an den berühmten Kristallpalast der Weltausstellung in London von 1851 und überbietet die Länge der großen Glashalle der Messe Leipzig von 1996 um das Doppelte.

Das gläserne Gewölbe über den neun Ausstellungshallen erscheint bei Tageslicht wie eine filigrane Skulptur, nachts strahlt es wie ein Kristall. Die Fontainen und Wasserkaskaden des Eingangsplatzes sind ebenfalls erleuchtet und das Kongresszentrum wird von unten farbig angestrahlt. Es bildet als langer, horizontaler Baukörper einen Gegensatz zur stets vertikalen Ästhetik der vielen Hochhäuser, die das Messezentrum beidseitig einfassen.