Deutschland, Hannover 

Messehalle 19/20 der Deutschen Messe Hannover

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Entwurf Volkwin Marg und Nikolaus Goetze mit Marc Ziemons
Projektleiterin Kristina Milani
Mitarbeiter Studie Udo Meyer, Matthias Heck, Alexandra Körling
Mitarbeiter Ausführung Udo Meyer, Karl-Heinz Behrendt, Mathias Heck, Regine Saunders, Mark Schiebler, Reiner Schröder, Judith Wilke, Bastian Scholz
Bauzeit 2013–2015
Bauherr Deutsche Messe AG, Hannover

 

Fotografen:

Marcus Bredt

www.marcusbredt.de

Der von gmp entworfene Neubau der Halle 19/20 mit angrenzendem Tagungsbereich liegt am Haupteingang Nord des Messegeländes der Deutschen Messe AG in Hannover. Das Projekt wurde jetzt nach einer Bauzeit von eineinhalb Jahren fertiggestellt. Die 225m lange, 85m breite und 19m hohe und aus sechs Modulen bestehende Konstruktion bietet mit rund 25.700m2 nicht nur viel Platz; die Besonderheit des Entwurfs liegt vor allem in der flexiblen Nutzung der Fläche. So ist der neue Komplex weit davon entfernt, reine Ausstellungsfläche zu sein. Veranstaltungen mit bis zu 14.600 Personen sind hier ebenso realisierbar wie Konferenzen, Tagungen und Gastronomie.

Die stützenfreie Ausstellungshalle mit einer lichten Raumhöhe von 12,5m verfügt über 14.300m2 Ausstellungsfläche. Das Besondere an der Halle besteht vor allem in ihrer raumhohen Trennwand, mit der sie sich in zwei separate Veranstaltungsbereiche mit 10.940m2 bzw. 3.370m2 teilen lässt. Aufgrund ihrer akustisch wirksamen Wandverkleidung und ihrer Flexibilität eignet sie sich auch außerhalb von Messezeiten für unterschiedlichste Veranstaltungen. Ebenso flexibel wie die Raumaufteilung verhält sich die Anordnung der Messe-Standbauten. Verantwortlich dafür ist die hohe Belastbarkeit des Bodens in Verbindung mit einem engmaschigen Netz an Versorgungskanälen im Boden und hohen Anhängelasten in der Decke in einem sehr engen Raster. Der angrenzende Tagungsbereich lässt sich mit der Ausstellungshalle zusammenschalten – insgesamt entstehen also sehr viele Nutzungsoptionen.

Der Konferenz- und Tagungsbereich befindet sich in dem Modul am östlichen Ende der Halle. Er öffnet sich mit einer Glasfassade in Richtung Nordplatz, um Blickbeziehungen und Orientierung zu schaffen. Auch dieser Bereich ist voll auf Multifunktionalität ausgelegt. Beispielsweise lässt sich das 800m2 große Restaurant mit 425 Plätzen im Erdgeschoss auch als Tagungsraum für bis zu 610 Personen verwenden. Das Erdgeschoss verfügt außerdem über einen 190m2 großen teilbaren Tagungsraum für 215 Personen.

Im ersten Obergeschoss, das sich über das große, tageslichtdurchflutete Foyer erschließt, liegt ein 760m2 großer Konferenzsaal mit Regie- und Dolmetscherräumen für bis zu 728 Personen. Der Saal kann nach Bedarf mit einer mobilen Trennwand geteilt werden. Außerdem verteilen sich hier vier weitere 40m2 bis 90m2 große Konferenzräume mit Tageslicht auf die Nord- und Südfassade. Drei von diesen Räumen lassen sich ebenfalls teilen.