Deutschland 

Metropolitan Zug - Innengestaltung

arrowBildübersichtarrow

Wettbewerb 1996 – 1. Preis
Entwurf Meinhard von Gerkan, Jürgen Hillmer
Projektleitung Renata Dipper, Birgit Föllmer
Mitarbeiter Susan Krause, Frank Hülsmeyer, Maja Gorges, Kristina Kaib, Bernd Stehle, Torsten Neeland
Lichtplanung Conceptlicht GmbH Helmut Angerer
Bauherr Deutsche Bahn AG
Bauzeit 1998–1999

 

Fotografen:

Hans-Christian Schink

www.hc-schink.de

Heiner Leiska

www.leiska.de

Klaus Frahm

www.klaus-frahm.de

Der "Metropolitan" ist ein neues Zugsystem, das eine Schnellverbindung zwischen zwei Städten mit hohem Reisekomfort und Service anbietet mit dem Ziel, eine Alternative zum Flugzeug zu bilden. Beim Entwurf kam es also darauf an, ein eigenständiges, unverwechselbares Erscheinungsbild für den Zug zu entwickeln. Innen wie Außen sollten dabei in formaler Hinsicht als durchgängiges Ganzes ablesbar sein.

Durch ein Design, das sich von vergleichbaren Produkten wie dem ICE absetzt, wurde eine eigene "Zugidentität" geschaffen: der "Metropolitan" ist der "silberne Zug". Der metallische Charakter der Außenhülle steht für Geschwindigkeit und Hochwertigkeit. Ihr dynamischer Eindruck setzt sich in der horizontalen Gliederung und Akzentuierung des durchlaufenden Fensterbandes bis in den Innenraum fort. Eine klare, lineare Gliederung der Großraum- und Gangzonen verstärkt den Eindruck.

Eine wagenbezogene Zonierung in die drei Bereiche "Office", "Club" und "Silence" bietet dem Reisenden unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten mit spezifischen Angeboten. Durchgängig für alle Wagen gibt es eine 3-er Bestuhlung aus zwei Sitzen auf der einen und einem auf der anderes Seite des Ganges. Alle Wagen haben das gleiche Stuhlmodell, in das ein Klapptisch sowie Schaltvorrichtungen und Auslassbuchsen integriert sind.

Wichtiger Bestandteil der Ausstattung ist die Verwendung natürlicher Materialien; Schichtholz, Edelstahl und Leder schaffen eine Atmosphäre des Echten und Vertrauten; zudem altern sie "würdevoller"; Kunststoffe wurden vermieden. Entsprechend ist das Farbkonzept auf die natürliche Beschaffenheit der Materialien mit ihrer je eigenen Nuancierung, Zeichnung und Textur reduziert.

Das Gepäck wird oberhalb des Fensterbandes auf einer Ablage gestaut. In diese sind zusätzlich zur indirekten Beleuchtung punktgerichtete Leseleuchten integriert.