Südafrika, Durban 

Moses Mabhida Stadion

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Wettbewerb 2006 – 1. Preis
Entwurf Volkwin Marg und Hubert Nienhoff mit Holger Betz
Projektleitung Holger Betz, Elisabeth Menne, Burkhard Pick
Mitarbeiter Chris Hättasch, Alberto Franco Flores, Susan Türke, Stephan Menke, Andrea Jobski, Barbara Düring, Christian Blank, Helge Letius, Martin Krebes, Nadine Sawade, Kristian Uthe-Spenker, Rüdiger von Helmolt, Andrea Jobski, Uschi Köper, Florian Schwarthoff
Statik schlaich bergermann und partner
Arbeitsgemeinschaft mit IBHOLA LETHU CONSORTIUM, Theunissen Jankowitz Architects
Ambro Afrique Architects
Osmond Lange Architects
NSM Designs
Mthulusi Msimang Architects, SA
Projektsteuerer Ibhola Lethu PM JV
Lichtplanung Conceptlicht, Traunreut
Generalunternehmer Group Five, WBHO, Pandev JV
Bauherr Municipality of Durban (eThekwini Municipality), Stategic Projects Unit
Sitzplätze 70.000
Bauzeit 2006–2009

 

 

 

 

Fotografen:

Marcus Bredt

www.marcusbredt.de

Mike van Heerden

Das Moses Mabhida Stadion im zentralen Sportpark am Strand des Indischen Ozeans steht auf einer erhöhten Plattform und ist aus Richtung Stadt und vom Bahnhof aus über eine breite Treppe zugänglich. Ein 105 m hoher Bogen erhebt sich als weithin sichtbare Landmarke über dem Stadion. Der Haupteingang am Südende des 1,5 km langen Parks symbolisiert das Tor des Stadions zur Stadt und wird durch die Gabelung des großen Bogens gebildet. Am Nordende transportiert eine Seilbahn Besucher auf das "Skydeck" auf dem Scheitelpunkt des Bogens. Von hier aus genießt man den Rundblick über Stadt und Indischen Ozean. Der Bogen markiert das neue Stadion und macht es zu einer beziehungsreichen Ikone in Durbans Stadtsilhouette, die von der vielfarbigen Bevölkerung als verbindender Regenbogen und, von oben gesehen, als Abbild der Nationalflagge gedeutet wird.

Die Form der Tribünenschüssel ergibt sich aus dem Zusammenspiel der kreisrunden Dachkonstruktion mit der Drei-Radien-Geometrie der Arena.

 

Der große Bogen trägt die Last des Membrandachs. Die ungewöhnliche Geometrie des Seiltragwerks leitet sich logisch aus der Konstruktion ab: Radiale Spannkabel sind am äußeren Dachrand rund um das Stadion sowie am großen Bogen einerseits und dem inneren Dachrand andererseits befestigt und zwingen diesen so in eine mandelförmige Form. Die PTFE-Dachmembran lässt 50 % des Sonnenlichts in die Arena und dient gleichzeitig zur Beschattung.

Die gelochte Fassadenmembran aus Profilblechen erhebt sich bis zur Außenkante des Daches, bildet Licht- und Schattenmuster und gewährt Einblicke ins Innere. Die Fassadenmembran aus Lochblechen schützt vor peitschendem Regen, starken Winden und direkter Sonneneinstrahlung, ohne den Kontakt zur Außenwelt zu versperren.