Deutschland, München 

München 21 - Projektstudie

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Projektstudie zur Umwandlung des Hauptbahnhofs und des Bahnhofsareals

Studie 1995
Entwurf Meinhard von Gerkan
mit Charles de Picciotto

 

Fotografen:

gmp

www.gmp-architekten.de

Die Studie für "München 21" ist Teil der zukunftsorientierten Projekte der Deutsche Bahn AG, die großen Kopfbahnhöfe durch Unterführung der Innenstadt aufzulösen und damit große, bisher von Bahnanlagen überbaute Areale der jeweiligen Innenstadt zurückzugeben. In München stehen nach Aufgabe der Gleisanlagen zwischen Hauptbahnhof und Freidenheimer Brücke immerhin rund 120 ha zur Verfügung.

Der Entwurf sieht als Ordnungselement dieses neuen Stadtteils eine Avenue mit 160 m Breite und 3 km Länge mit mehreren Baumreihen, Spazierwegen, Spielplätzen, Wasser- und Aktionsflächen vor.

Sie stellt ein Pendant zur Ludwigstraße dar und bildet gleichzeitig eine wichtige Steigerung des Freizeit- und Erholungswerts der Stadt. Für die Nutzung ist an 60 % Arbeit und 40 % Wohnen gedacht bei einem rhythmischen Wechsel von Baufeldern und Freiraumzonen.

Der Hauptbahnhof selbst wird zu einem großen Dienstleistungszentrum. Der Fernverkehr passiert in 37 m Tiefe einen Durchgangsbahnhof mit imposanter, nach oben offener, etwa 110 m weit gespannter Halle, die von sechs terrassenförmig abgestuften Galerieebenen eingefaßt wird. Die Überdachung der Halle besteht aus einer Konstruktion aus fischbauchartig unterspannten Bindern.

Der neue Innenraum des Bahnhofskomplexes verfügt über etwa 400.000 m² Geschoßfläche.